5:2 - S04 bezwingt die Freunde aus Nürnberg

In der ausverkauften VELTINS-Arena, in der die Fanlager beider Vereine vor dem Anpfiff eine beeindruckende Choreographie präsentiert hatten, feierte der FC Schalke 04 am Samstag (24.11.) einen verdienten 5:2-Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg. Dabei konnte sich Steven Skrzybski gleich zweimal in die Torschützenliste eintragen. Die weiteren Treffer erzielten Amine Harit, Guido Burgstaller und Bastian Oczipka.

Oczipka-Rückkehr und Skrzybski-Premiere

Domenico Tedesco musste gegen den Club auf das verletzte Offensivduo Breel Embolo und Mark Uth verzichten. Für die beiden Angreifer rückten Amine Harit und Steven Skrzybski in die Anfangsformation. Letztgenannter feierte seine Startelf-Premiere. Gegenüber der 0:3-Niederlage in Frankfurt gab es noch zwei weitere Veränderungen. Bastian Oczipka, der nach halbjähriger Verletzungspause sein Comeback feierte, begann für Alessandro Schöpf. Zudem nahm Sebastian Rudy den Platz von Suat Serdar ein.

Drei Treffer vor dem Seitenwechsel

Die Fans sahen von Beginn an eine flotte Begegnung, in der beide Teams zu Abschlüssen kamen. Dabei war Schalke die aktivere Mannschaft und hätte bereits früh in Führung gehen können. Doch FCN-Schlussmann Christian Mathenia war gleich mehrfach zur Stelle. In der sechsten Minute zeigte er bei einem Kopfball von Guido Burgstaller einen klasse Reflex, 120 Sekunden später klärte er einen platzierten Schuss von Amine Harit per Faustabwehr. Und auch nach 17 Minuten war der Keeper zur Stelle, als Guido Burgstaller nach einem Oczipka-Eckball aus kurzer Distanz zum Abschluss kam.

Auch Ralf Fährmann konnte sich auszeichnen, als Mikael Ishak die Kugel nach einem Fehler im Schalker Aufbauspiel auf das kurze Eck feuerte (19.). Bei Hanno Behrens‘ Schuss wäre er hingegen vermutlich chancenlos gewesen. Der Versuch des FCN-Kapitäns aus halblinker Position strich in der 25. Minute aber rechts am Pfosten vorbei

Nachdem ein Tor zuvor bereits mehrfach in der Luft gelegen hatte, zappelte der Ball in der 27. Minute dann erstmals im Netz. Bei einem langen Ball von Daniel Caligiuri verschätzte sich Christian Mathenia an der Strafraumkante. Steven Skrzybski nutzte die sich bietende Möglichkeit und schob locker ein. Für den gebürtigen Berliner war es das erste Tor in der Bundesliga. Fünf Zeigerumdrehungen später legten die Knappen nach. Guido Burgstaller flankte von rechts, Steven Skrzybski setzte einen Kopfball an, verpasste das Leder allerdings um Haaresbreite. So rutschte das Spielgerät zu Amine Harit durch, der aus kurzer Distanz keine Probleme hatte, zum 2:0 zu vollenden.

Dem Club gelang aber noch vor dem Pausenpfiff der Anschluss. Federico Palacios traf aus kurzer Distanz, nachdem Ralf Fährmann zuvor noch stark gegen Mikael Ishak pariert hatte (38.). Kurz nach dem Treffer musste der FCN dann erstmals wechseln. Torhüter Christian Mathenia hatte sich vor dem ersten Gegentor am Fuß verletzt und konnte, nachdem er zunächst noch auf die Zähne gebissen hatte, nicht mehr weiterspielen. Seinen Platz zwischen den Pfosten nahm Fabian Bredlow ein.

Skrzybski trifft erneut, Oczipka mit Traum-Comeback

Königsblau war auch nach dem Seitenwechsel die aktivere Mannschaft. Keine 120 Sekunden nach Wiederanpfiff hatte Steven Skrzybski das 3:1 auf dem Fuß. Nach einem Caligiuri-Zuspiel von rechts schoss der Offensivmann aus kurzer Distanz aber ans Außennetz. Sechs Minuten später hätte Guido Burgstaller treffen können. Nach einem Pass von Nabil Bentaleb, der gleich mehrere Nürnberger hatte aussteigen lassen, trat der Österreicher aus guter Abschlussposition aber ein Luftloch, sodass die Möglichkeit verpuffte. Wenig später stand der ehemalige Nürnberger erneut im Mittelpunkt. Amine Harit legte den Ball von der Grundlinie zurück auf Guido Burgstaller, der das Leder aus linker Position im Strafraum dann ganz knapp neben die rechte Torstange bugsierte (57.).

Ab der 67. Minute agierte Königsblau in Überzahl. Der Grund: Robert Bauer hatte nach einem Foul an Amine Harit die Gelb-Rote Karte gesehen. Mit einem Mann mehr auf dem Feld erhöhte Schalke auf 3:1 (70.). Bei seinem Treffer hatte Guido Burgstaller allerdings etwas Glück. Nach einem Distanzschussversuch von Daniel Caligiuri stand der Stürmer in der Schussbahn und hielt noch den linken Fuß hin.

Damit war die Begegnung aber noch nicht entschieden. Denn der FCN verkürzte in der 78. Minute erneut. Benjamin Stambouli verschätzte sich bei einem langen Ball. Nutznießer war Hanno Behrens, der erst an Ralf Fährmann und dann im Nachschuss an beiden Pfosten scheiterte. Der Ball prallte aber nochmal zu Adam Zrelak, der das Leder dann über die Linie drückte. Schalke gelang aber die perfekte Antwort. Nach einem Ballgewinn trieb Daniel Caligiuri das Leder nach vorne, versetzte zwei Gegenspieler und spielte zu Steven Skrzybski, der den Querpass aus fünf Metern eiskalt vollendete (85.). Den Schlusspunkt setzte Bastian Oczipka. Der „Comebacker“ traf in der Nachspielzeit mit einem Rechtsschuss aus 17 Metern.

Zweimal auswärts: Erst Porto, dann Hoffenheim

Das Duell mit dem Club bildete den Auftakt des letzten Drittels der Hinrunde, in der den Knappen bis Weihnachten noch sieben Pflichtspiele bevorstehen. Die kommende Aufgabe heißt FC Porto. Im Estadio do Dragao wollen Ralf Fährmann und seine Mitspieler am Mittwoch (28.11.) um 21 Uhr den Einzug ins Champions-League-Achtelfinale perfekt machen. In der Bundesliga sind die Königsblauen am Samstag (1.12.) das nächste Mal gefordert. Um 18.30 Uhr kommt es bei der TSG 1899 Hoffenheim zu einem Kräftemessen zweier Königsklassen-Teilnehmer.

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