Ahmed Kutucu: Die Fans pushen mich jedes Mal aufs Neue

Zehn Minuten war Ahmed Kutucu am vergangenen Samstag (21.12.) im Spiel, als er die VELTINS-Arena mit seinem Ausgleichstreffer gegen den SC Freiburg zum Beben brachte. „Das Tor war Instinkt, da überlegt man gar nicht lange, sondern schießt einfach drauf“, sagt der Angreifer der Königsblauen über seinen fulminanten Schuss in der 80. Minute.

„Ich hätte mich sehr gefreut, wenn die zweite Chance auch noch reingegangen wäre, das wäre ein geiler Tag gewesen“, ergänzt Kutucu und spricht damit die Szene in der 87. Minute an, als Omar Mascarell einen herrlichen Pass auf den türkischen Nationalspieler spielte, Kutucu aber leider an jenem linken Pfosten vorbeischoss, von dem das Spielgerät beim 2:2 noch ins Tornetz sprang.

„Ich hätte den Ball chippen sollen, das habe ich in der Situation leider nicht gemacht“, ärgert sich der Stürmer über die vertane Chance auf den Sieg gegen den Sport-Club. „Ich werde ein, zwei Tage nicht schlafen können und darüber nachdenken“, sagt Kutucu, der ankündigt, sich die Szene noch mehrfach anschauen zu wollen, um aus dieser zu lernen und es beim nächsten Mal besser zu machen.

Mit einem guten Gefühl in die Winterpause

Trotz des nur knapp verpassten Siegtreffers geht der 19-Jährige mit einem guten Gefühl in die Winterpause. „Ich bin glücklich, dass ich das 2:2 geschossen habe und wir 30 Punkte auf dem Konto haben“, sagt er. Die Mannschaft habe eine gute Hinrunde absolviert und nach der verkorksten Vorsaison ein neues Gesicht gezeigt.

Als die Fans nach den vier Schweigeminuten für Drüse lautstark gesungen und uns angefeuert haben, hatte ich Gänsehaut.

Ahmed Kutucu

In der Rückrunde sei weiterhin alles möglich, im spanischen Fuente Alamo sollen die Grundlagen für eine erfolgreiche zweite Saisonhälfte gelegt werden. „Im Trainingslager werden wir wieder Gas geben und hoffentlich da anknüpfen, wo wir jetzt aufgehört haben“, sagt Kutucu, der wie so häufig in dieser Saison nach seiner Einwechselung für Schwung sorgte. „Jeder weiß, dass ich immer 100 Prozent gebe, wenn ich ins Spiel komme. Die Anhänger stehen extrem hinter mir – das pusht mich jedes Mal aufs Neue“, schwärmt der gebürtige Gelsenkirchener. „Als die Fans nach den vier Schweigeminuten für Drüse lautstark gesungen und uns angefeuert haben, hatte ich Gänsehaut. Es ist wunderbar, wie sehr sie uns jedes Mal unterstützen!“

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