Ahmed Kutucu: Die Mannschaft hat immer Vorrang

Es fehlte nicht viel, dann wäre Ahmed Kutucu beim Heimspiel gegen den SC Paderborn 07 am vergangenen Samstag (8.2.) der Matchwinner für den S04 gewesen. Doch ein Eckball bescherte den Gästen zehn Minuten vor dem Ende noch den 1:1-Ausgleich, weshalb die Enttäuschung beim Schalker Torschützen über das Remis deutlich größer war als die Freude über sein persönliches Erfolgserlebnis.

„Es ist sehr schade, dass wir die Partie nicht gewonnen haben“, sagt Kutucu, der seine Mannschaft sechs Minuten nach seiner Einwechselung in der 63. Minute in Führung gebracht hatte. Nach Zuspiel von Bastian Oczipka quer durch den Strafraum nahm der Stürmer den Ball an, lief mit diesem am Fuß zwei Meter nach rechts und traf dann ins lange Eck. „Ich mache das ab und zu mal so, dass ich mir den Ball nach rechts lege und dann abziehe. Zum Glück hat es auch diesmal geklappt“, sagt Kutucu über seinen Treffer, der sich über sein drittes Saisontor nach dem Spielende aber nicht so recht freuen konnte, denn: „Die Mannschaft hat immer Vorrang.“ Mit anderen Worten: Kutucu hätte sein Tor lieber gegen drei Punkte eingetauscht.

Voller Einsatz in jeder Partie

Er selbst wolle auf dem Platz immer 100 Prozent geben, betont er – unabhängig davon, ob er von Beginn an spielt oder im Laufe der Partie eingewechselt wird. Letzteres habe den Vorteil, dass er noch frisch sei, während andere bereits zahlreiche Spielminuten in den Knochen stecken haben. „Dadurch habe ich mehr Power“, weiß Kutucu, der es als bitter bezeichnet, dass ausgerechnet ein Standard zum Gegentor führte.

Die Königsblauen, so betont der 19-Jährige, haben gegen die Ostwestfalen alles rausgehauen. Nach dem anstrengenden Pokalspiel gegen Hertha BSC vier Tage zuvor, das die Königsblauen in der Verlängerung mit 3:2 für sich entschieden hatten, habe die Frische ein wenig gefehlt. „Zudem stehen uns einige wichtige Spieler, die derzeit verletzt sind, nicht zur Verfügung“, sagt Kutucu, der dennoch erklärt, dass drei Punkte ganz klar auf der Agenda standen. „Natürlich müssen wir den Anspruch haben, gegen den Tabellenletzten zu gewinnen“, sagt Kutucu und ergänzt: „Wir wissen aber auch, dass Paderborn ein Gegner ist, der viel läuft und gut in die Zweikämpfe geht. Sie könnten viel weiter oben in der Tabelle stehen als sie es derzeit tun.“

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