Als Team ein Ausrufezeichen setzen!

Zwei Pflichtspiele hat der FC Schalke 04 in der laufenden Saison bereits gegen Fortuna Düsseldorf gewonnen. Damit auch das dritte Duell mit dem Aufsteiger erfolgreich verläuft, muss Königsblau am Samstag (2.3.) um 15.30 Uhr in der VELTINS-Arena ein ganz anderes Gesicht zeigen als zuletzt bei der 0:3-Niederlage in Mainz.

„Über unsere aktuelle Situation kann es keine zwei Meinungen geben“, sagt Domenico Tedesco. „Allerspätestens jetzt muss jedem Einzelnen bewusst sein, worum es geht. Wir brauchen die Grundtugenden, die wir in Mainz nicht gezeigt haben.“ Der Chef-Trainer gibt zu, dass er etwas gebraucht habe, um den Auftritt gegen die Nullfünfer und die Geschehnisse rund um die Partie zu verkraften.

Jeder Zweikampf kann entscheidend sein

Eine gute und offene Aussprache in der Kabine am Tag nach dem Spiel stimmt Tedesco aber positiv. „Jeder einzelne Spieler, also auch diejenigen, die sonst eher ruhig sind, hat sich an der Aussprache beteiligt und seine Meinung zur aktuellen Situation geäußert. Wir gemeinsam sind für die aktuelle sportliche Lage verantwortlich – wir als Team müssen das korrigieren und ein Ausrufezeichen setzen. Jeder Spieler muss verinnerlichen, dass sein Zweikampf der entscheidende sein kann“, berichtet der 33-Jährige und erklärt, dass er überzeugt davon sei, dass den Worten auch Taten auf dem Platz folgen werden.

Wir brauchen die Grundtugenden, die wir in Mainz nicht gezeigt haben.

Domenico Tedesco

„Die Trainingswoche war bislang sehr gut“, so Tedesco, der gegen die Fortuna wieder auf Benjamin Stambouli bauen kann. „Er ist für uns ein wichtiger Spieler, eine tragende Säule.“ Der Franzose musste zuletzt aufgrund einer Jochbeinfraktur pausieren, kann nun aber mit einer Spezialmaske auflaufen. Tedesco dazu: „Damit passt alles. Benji fühlt sich gut, er kann Kopfbälle spielen.“

Auch Guido Burgstaller, der in Mainz wegen einer Fußverletzung nicht einsatzbereit war, hat sich zurückgemeldet. Fragezeichen stehen noch hinter Weston McKennie (muskuläre Probleme) und Bastian Oczipka (Zehentzündung). „Wir müssen schauen, ob wir beide bis Samstag hinbekommen“, meint Tedesco. Definitiv fehlen wird Suat Serdar (Rotsperre). Auch Breel Embolo dürfte nach seiner Mittelfußfraktur vermutlich noch keine Option sein. Der Schweizer macht aber große Fortschritte. „Breel hat sich in den letzten Tagen und Wochen gut präsentiert. Er hat noch Trainingsrückstand. Wir wissen nicht, wie lange die Kraft reicht. In seinen Bewegungen und seinem Tun auf dem Platz lässt er viel Kraft“, erklärt Schalkes Coach.

Konkrete Vorstellungen zur Startelf

Bei seinen Planungen für die Startelf gegen Düsseldorf müsse er gemeinsam mit seinem Trainerstab „die richtigen Leute für diese Situation identifizieren“, meint Tedesco und fügt hinzu, dass fußballerisch zwar jeder Akteur des Kaders die Qualität für die Anfangsformation habe, der eine oder andere Spieler aber vielleicht nicht so gut mit Druck oder Pfiffen umgehen könne wie manch anderer.

Ganz anders ist die Stimmungslage aktuell am Rhein. Die Düsseldorfer können mit einer breiten Brust ins Revier reisen, holten sie doch aus den vergangenen neun Partien im deutschen Oberhaus satte 19 Punkte. Einzig Bayern München war in diesem Zeitraum noch erfolgreicher. „Die Fortuna steht derzeit in der Tabelle zurecht vor uns“, sagt Tedesco. Gleichzeitig betont er allerdings auch: „Ich will den Gegner jetzt nicht stark reden. Wir haben sie bereits zweimal in dieser Saison geschlagen und müssen alles dafür tun, um auch das dritte Spiel erfolgreich zu gestalten.“

Für das Duell mit dem Aufsteiger sind auf store.schalke04.de noch Tickets verfügbar. Die Tageskassen West öffnen am Spieltag um 13 Uhr. Zudem können bis zum Anpfiff auch Eintrittskarten im ServiceCenter auf dem Vereinsgelände erworben werden.

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Über mangelnde Spannung konnten sich die Fans in der VELTINS-Arena und vor den TV-Bildschirmen am Samstag (9.11.) beim 3:3-Unentschieden gegen Fortuna Düsseldorf nicht beklagen. „Für die neutralen Zuschauer war es sicherlich ein tolles Spiel“, sagt Benito Raman. „Für uns leider nicht. Wir haben uns den Nachmittag ganz anders vorgestellt.“ Dabei sah es mehrfach danach aus, dass der Belgier gegen seine ehemaligen Mitspieler als Sieger vom Platz gehen wird.

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