Amine Harit: Dieses Derby wird in die Geschichte eingehen

Es waren spektakuläre 90+7 Minuten in Dortmund, die alle Beteiligten so schnell nicht vergessen werden. Nach dem Schlusspfiff äußerten sich Amine Harit, Leon Goretzka und Naldo zum Geschehen im 151. Pflichtspielderby. schalke04.de hat die Aussagen des Trios notiert.

Amine Harit:

Ich bin sehr glücklich. Dieses Derby wird in die Geschichte eingehen. Uns ist ein unglaubliches Comeback gelungen, das wohl niemand mehr erwartet hätte. Meiner Wade geht es mittlerweile wieder besser. Ich hatte auf dem Platz starke Schmerzen, aber bin schon unmittelbar nach dem Spiel behandelt worden. In den letzten zehn Minuten war es natürlich hart. Aber ich wollte unbedingt auf dem Feld bleiben, um der Mannschaft zu helfen. Ich kann nicht beschreiben, wie sich das 4:4 von Naldo angefühlt hat. Es war wie in einem Traum. Ich möchte mich auch ausdrücklich bei den Fans bedanken, die selbst nach dem 0:4 hinter uns standen. Niemand hätte gedacht, dass wir nach dem 0:4 nach 25 Minuten zurückkommen. Deswegen fühlt sich das Ergebnis wie ein Sieg an.

Leon Goretzka:

Natürlich fühlen wir uns mit dem Unentschieden ein stückweit wohler als der BVB. Das muss man eigentlich nicht extra erwähnen. Wir haben in den vergangenen Wochen bewiesen, dass wir eine super Mannschaft haben. Dennoch kam erst mit dem ersten Treffer der Glaube ein wenig zurück. Spätestens mit dem 2:4 und der Gelb-Roten Karte hat es auch auf der anderen Seite angefangen, zu rattern. Wir waren dann emotional absolut im Aufwind. Wenn das Spiel noch fünf Minuten länger gegangen wäre, hätten wir vielleicht sogar noch die Chance auf das fünfte Tor bekommen. Es war absolut überwältigend. Ich hatte am Ende überhaupt keine Stimme mehr auf dem Platz. Kompliment an die Mannschaft und an die Fans, die alles rausgeholt haben, um uns nach vorne zu peitschen.

Naldo:

In einem Derby so wiederzukommen – ich bin 35 Jahre alt, aber das habe ich in meiner Karriere noch nicht erlebt. Was wir in der zweiten Halbzeit gezeigt haben, war unglaublich. Wir haben uns eine Chance nach der anderen herausgespielt. Der Trainer hat in der Halbzeit gesagt, dass wir das für den zweiten Durchgang ausblenden müssen. Der BVB hatte mit jeder Chance getroffen in der ersten Hälfte. Wir haben es nach dem Seitenwechsel als 0:0 betrachtet und sind einfach aggressiv aus der Kabine gekommen. Nach dem ersten Tor haben gemerkt, dass Dortmund nicht mehr so selbstbewusst war. Dann am Ende noch das 4:4 in der Nachspielzeit – Wahnsinn, einfach Wahnsinn! Das werde ich nie vergessen. Ich bin stolz auf die Mannschaft.