Bastian Oczipka: Konkurrenz muss vorhanden sein - und das ist sie auch

Nach einer auch für ihn persönlich enttäuschenden Vorsaison geht es für Bastian Oczipka – wie für die gesamte Mannschaft – in dieser Spielzeit wieder aufwärts. Zwar seien die verlorenen Punkte nach dem Last-Minute-Ausgleich zum 1:1 gegen den 1. FC Köln zuletzt ärgerlich, dennoch sei es aktuell „schön, dass wir die Euphorie ein wenig mitnehmen können“.

„So laut wie zum Teil in der zweiten Halbzeit gegen Köln habe ich die VELTINS-Arena schon lange nicht mehr gehört“, schwärmt der Linksverteidiger, der in dieser Saison in sämtlichen acht Pflichtspielen über die volle Distanz zum Einsatz kam.

Mit 14 Punkten aus den ersten sieben Bundesliga-Partien sowie dem souveränen Weiterkommen in der ersten Runde des DFB-Pokals legten die Königsblauen einen sehr ordentlichen Saisonstart hin. „Wir haben uns als Team wiedergefunden und uns in der Sommerpause gesagt, dass wir die Vorsaison abhaken müssen“, verrät Oczipka. Die Mannschaft wolle nicht nur den eigenen Fans, sondern „ganz Deutschland zeigen, dass wir es besser machen können“. Das habe sie bislang durchaus getan. „Und das wollen wir auch den Rest der Saison machen“, so Oczipka.

Der Trainer spricht seit dem ersten Tag an, dass wir uns nur auf uns fokussieren sollen und gar nicht allzu sehr nach dem Gegner schauen.

Bastian Oczipka

Seitdem David Wagner als Chef-Trainer auf Schalke das Sagen hat, sind spielerische Fortschritte bei den Knappen deutlich zu erkennen. Eines der Erfolgsrezepte: „Der Trainer spricht seit dem ersten Tag an, dass wir uns nur auf uns fokussieren sollen und gar nicht allzu sehr nach dem Gegner schauen“, sagt Oczipka und ergänzt angesprochen auf Wagners Spielidee: „Es ist logisch, dass jeder Trainer seinen eigenen Stil hat und seine eigenen Vorstellungen vom Fußball, den er spielen lassen möchte.“

Last wird auf mehreren Schultern verteilt

232 Bundesligaspiele hat der Linksverteidiger mittlerweile auf dem Buckel, mit seinen 30 Jahren gehört er zu den erfahrenen Profis im Team. Eine Führungsrolle im Team habe er dadurch nicht automatisch, zumal Wagner die gesamte Mannschaft in die Pflicht nehme. „Der Trainer verlangt, dass es nicht nur ein, zwei Spieler gibt, die die Last tragen müssen, sondern diese auf mehrere Schultern verteilt wird“, verrät Oczipka.

Wagner konnte in den vergangenen Spielen personell meist aus dem Vollen schöpfen. Umso größer ist der Kampf um die Plätze im Kader. „Konkurrenz, gerade bei einem so großen Verein wie Schalke, muss vorhanden sein – und sie ist bei uns auch absolut vorhanden“, sagt Oczipka, der von einem sehr ausgeglichenen Kader spricht, „bei dem es für den Trainer weiterhin schwer werden wird, die erste Elf zu wählen – erst recht, wenn wir wie aktuell keine Verletzten zu beklagen haben.“

Suat arbeitet hart und ist einfach ein super Fußballer. Zudem ist er sich auch für lange Wege nicht zu schade.

Bastian Oczipka

Einer, der mit seinen Leistungen nicht nur viele Schalke-Fans, sondern nun auch Bundestrainer Joachim Löw überzeugt hat, ist Suat Serdar. Der 22-Jährige wurde für die Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft gegen Argentinien am Mittwoch (9.10.) und in Estland am Sonntag (13.10.) nachnominiert. „Suat hat sich das absolut verdient“, betont Oczipka. Serdar habe am Ende der Vorsaison bereits stark aufgespielt und zeige in dieser Spielzeit seine Torgefahr. Oczipka: „Er hat aber noch viel mehr Qualitäten: Er arbeitet hart und ist einfach ein super Fußballer. Zudem ist sich Suat auch für lange Wege nicht zu schade.“

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