Benito Raman: Der Trainer weiß, wie er mit den Spielern umgehen muss

Der Start verlief anders als erwünscht, doch mittlerweile ist Benito Raman beim FC Schalke 04 endgültig angekommen. Drei Tore sowie zwei Assists verbuchte der Sommerzugang der Königsblauen in den zurückliegenden vier Pflichtspielen. „Ich will weiter so spielen, wie ich es zuletzt getan habe“, sagt Raman dementsprechend angesprochen auf die vergangenen Partien.

Der Belgier erklärt, dass er sich nach seinem Wechsel von Fortuna Düsseldorf zu den Knappen zu viel Druck auferlegt habe, sofort Top-Leistungen zu bringen. Zudem hätten ihn zu Beginn kleinere Verletzungsprobleme leicht zurückgeworfen. „Jetzt bin ich auf einem guten Weg“, weiß Raman, der beim 2:1-Erfolg in Bremen zuletzt den Führungstreffer von Amine Harit vorbereitete und das 2:0 selbst erzielte.

Im Rückblick auf den Erfolg an der Weser sagt Raman, dass die Mannschaft in der Schlussphase clever agiert und auch mal den Weg zur Eckfahne gesucht habe – anders als noch in einigen Partien zuvor, als sie wie gegen den 1. FC Köln oder Fortuna Düsseldorf spät Zähler liegen ließ.

Andere Spielweise als in Düsseldorf

Die drei Punkte in Bremen sorgten verständlicherweise für gute Laune in der Mannschaft, berichtet Raman, der betont, dass der Blick längst auf die kommende Aufgabe gegen den 1. FC Union Berlin am Freitag (29.11., 20.30 Uhr) gerichtet sei. „Wir wollen gegen Union wieder unser Spiel durchsetzen und werden alles geben, um siegreich zu sein“, verspricht der 25-Jährige, der erklärt, dass er seine Spielweise nach seinem Wechsel etwas umstellen musste. „In Düsseldorf haben wir sehr stark auf Konter gespielt, hier haben wir vermehrt den Ball“, nennt Raman den entscheidenden Grund dafür.

Dass es auf Schalke derzeit so gut laufe, liege unter anderem auch an David Wagner, betont Raman. „Wir haben zu dieser Saison eine neue Spielidee entwickelt. Jeder will zeigen, dass er besser ist als in der vergangenen Spielzeit“, sagt der Stürmer und ergänzt: „Der Trainer ist unter anderem durch seine Zeit in England sehr erfahren und weiß, wie er mit den Spielern umgehen muss.“

Wir haben zu dieser Saison eine neue Spielidee entwickelt. Jeder will zeigen, dass er besser ist als in der vergangenen Spielzeit.

Benito Raman

Ein Beispiel dafür ist Amine Harit, der bereits sechs Tore in dieser Bundesliga-Saison erzielte. „Amine hat eine Menge Selbstvertrauen gesammelt und sehr viele Spiele in Folge gespielt. Ich glaube, er ist ein Spieler, der Spielrhythmus benötigt“, sagt Raman über seinen Teamkollegen.

Traum von der EM 2020

Raman selbst möchte bis zur Winterpause noch das eine oder andere Tor nachlegen – um mit Schalke erfolgreich zu sein und sich weiter für die belgische Nationalmannschaft zu empfehlen. Denn auf einen frühzeitigen Sommerurlaub würde er im kommenden Jahr gerne verzichten. „Es ist mein Ziel, an der Europameisterschaft teilzunehmen“, sagt der 25-Jährige mit reichlich Selbstvertrauen, weiß angesichts der enormen Konkurrenz in der Offensive der „Roten Teufel“ aber auch: „Es wird schwierig, das zu erreichen. Aber ich werde alles dafür tun.“

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