Benjamin Stambouli: Bin bereit, der Mannschaft wieder zu helfen

Ein Syndesmoseriss setzte Benjamin Stambouli fast zwei Monate lang außer Gefecht, in der vergangenen Woche stieg der Franzose wieder ins Mannschaftstraining ein. Der 28-Jährige brennt nun auf seinen ersten Pflichtspieleinsatz in dieser Saison - und bedankt sich bei den Fans für die unglaubliche Unterstützung.

„Ich fühle mich bei 100 Prozent und bin bereit, der Mannschaft wieder zu helfen“, sagt Stambouli, der auf seinen ersten Pflichtspieleinsatz in dieser Saison brennt. In den ersten Bundesliga-Spielen, insbesondere bei den Niederlagen zu Saisonbeginn nur zuschauen zu können, sei extrem schwierig für ihn gewesen, erklärt der Defensivspieler. „Du sitzt im Stadion und möchtest auf den Platz springen“, gibt er einen Einblick in sein Seelenleben während der 90 Minuten als Zuschauer. Auch während seiner Zwangspause versuchte Stambouli, für seine Teamkollegen da zu sein. „Ich habe viel mit den Jungs gesprochen und ihnen viele kleine Tipps gegeben zu Aktionen, die mir während der Spiele aufgefallen sind“, berichtet der Franzose.

Die Menschen hier auf Schalke sind wie meine zweite Familie.

Benjamin Stambouli

Doch Stambouli baute nicht nur seine Teamkollegen nach dem schwierigen Saisonstart wieder auf, auch er erhielt viel Zuspruch – und zwar von den Schalker Anhängern. „Ich habe viele Nachrichten von den Fans bekommen, das war unglaublich und sehr wichtig für mich“, schwärmt Stambouli. Dass er nun wieder mit seinen Teamkollegen trainieren könne, mache ihn sehr glücklich. „Es ist ein wunderbares Gefühl, mit Freunden auf dem Platz zu stehen. Die Menschen hier auf Schalke sind wie meine zweite Familie“, sagt Stambouli mit einem Lächeln im Gesicht.

An die unglückliche Situation im Training, als er sich bei einem Zweikampf mit Breel Embolo verletzte, will er nicht mehr denken. „Das passiert nun mal“, sagt Stambouli. Vielmehr dankt er dem Reha-Team, das „eine Top-Arbeit geleistet“ habe. Mit den ebenfalls länger verletzten Bastian Oczipka und Steven Skrzybski arbeitete er gemeinsam intensiv am Comeback. „Wir waren ein super Reha-Team, sind sehr gute Kumpel und haben uns gegenseitig motiviert“, verrät Stambouli.

Die entscheidenden Zweikämpfe wieder gewonnen

Gegen Bremen (20.10., 18.30 Uhr) wollen die in den vergangenen drei Pflichtspielen erfolgreichen Königsblauen ihre Siegesserie fortsetzen. „Zuletzt haben wir viele gute Lösungen gefunden. Es ist sehr wichtig, die entscheidenden Zweikämpfe zu gewinnen – und das haben wir in den vergangenen Partien getan“, so Stambouli. „Wenn du die Zweikämpfe gewinnst, kannst du als Nächstes deine technische Qualität auf den Platz bringen. Zweikampfstärke ist die DNA von Schalke – diese Stärke haben wir wiedergefunden.“

Nun fiebert Stambouli seinem ersten Pflichtspieleinsatz in dieser Saison entgegen. „Ich fühle mich gut mit dem Ball. Wenn der Trainer sagt, dass ich spiele, bin ich bereit“, sagt er. „Wenn ich auflaufe, werde ich zu 100 Prozent Gänsehaut haben, denn auf diesen Moment habe ich lange hingearbeitet.“

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Seite teilen

Das könnte dich auch interessieren

181213_Baum

FC Augsburg: In der Krise, aber nicht in Panik

Mehr als sieben Jahre ist es bereits her, dass der FC Augsburg einen der größten Erfolge der Vereinsgeschichte feierte: den Aufstieg in die Bundesliga. Seitdem geriet es unter den Fußballexperten zur sommerlichen Tradition, die Fuggerstädter als einen der Top-Abstiegskandidaten auszumachen – und jedes Jahr aufs Neue sollten sie sich mit ihren Tipps täuschen.

180813_FCAS04_HD

#FCAS04: Infos rund ums Spiel

Der 15. Spieltag in der Bundesliga steht an: schalke04.de hat alle relevanten Informationen zum Duell mit dem FC Augsburg am Samstag (15.12., 15.30 Uhr) zusammengestellt. Die Fuggerstädter liegen derzeit mit 13 Punkten und einem Torverhältnis von 20:23 auf dem 14. Tabellenplatz.

Christian Heidel

Christian Heidel: Jammern bringt nichts

Breel Embolo, Mark Uth, Steven Skrzybski und Franco Di Santo verletzt, Guido Burgstaller bereits im ersten Durchgang angeschlagen ausgewechselt, dazu mit Cedric Teuchert lediglich ein gelernter Stürmer auf der Bank, der nach längerer Verletzung noch lange nicht bei 100 Prozent ist und vor dem Derby erst drei- oder viermal trainiert hat – viel mehr Pech kann eine Mannschaft, wenn es um Ausfälle geht, wohl nicht haben.

Domenico Tedesco

Domenico Tedesco: Was bei uns fehlt, ist die Durchschlagskraft

Nach einem Remis und einem Sieg in seinen ersten beiden Derbys kassierte Domenico Tedesco am Samstag (8.12.) seine erste Niederlage als Chef-Trainer der Königsblauen gegen Borussia Dortmund. Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel analysierte der 33-Jährige gemeinsam mit BVB-Coach Lucien Favre das 153. Pflichtspielduell beider Clubs. Zeitgleich äußerten sich Torschütze Daniel Caligiuri und Kapitän Ralf Fährmann in der Mixed Zone zum Geschehen.