Benjamin Stambouli: Im Derby kann alles passieren

Die ärgerliche 0:2-Niederlage bei der TSG 1899 Hoffenheim ist abgehakt, bei den Königsblauen liegt der Fokus längst auf der kommenden Aufgabe gegen den schwarz-gelben Nachbarn am Samstag (26.10., 15.30 Uhr). Bei Benjamin Stambouli steigt die Vorfreude auf das Revierderby von Tag zu Tag. „Ich kann es kaum noch abwarten, bis das Spiel endlich angepfiffen wird“, sagt der Innenverteidiger des S04.

Stambouli betont, dass die Duelle mit dem BVB für ihn stets spezielle und sehr emotionale Spiele seien. „Es ist immer eine große Ehre, bei einem Derby dabei sein zu dürfen“, sagt der 29 Jahre alte Vizekapitän.

Es ist immer eine große Ehre, bei einem Derby dabei sein zu dürfen.

Benjamin Stambouli

Fünfmal lief Stambouli bislang in einem Match gegen die Schwarz-Gelben auf, nie verließ er den Platz als Verlierer. Die ersten drei Spiele endeten unentschieden, zweimal war er mit den Knappen siegreich. Bei der 1:2-Niederlage im Dezember vergangenen Jahres kam der Franzose nicht zum Einsatz. „Es ist mein großer Wunsch, dass meine positive Serie weiterhin Bestand hat“, weiß Stambouli um sein Glücksbringer-Dasein und verspricht: „Wir werden alles daransetzen, um dieses Spiel zu gewinnen.“

Er habe sehr viele gute Derby-Erinnerungen, betont Stambouli. „Das 4:4 war einfach nur verrückt, auch der 2:0-Heimsieg im Rückspiel war besonders“, schwärmt der 29-Jährige und ergänzt: „In der vergangenen Saison hat kaum jemand mit uns gerechnet – und dann haben wir das Spiel in Dortmund gewonnen.“

Lehren aus Niederlage in Sinsheim gezogen

Dass die 0:2-Niederlage bei der TSG 1899 Hoffenheim zuletzt negative Auswirkungen auf die kommende Aufgabe haben werde, glaubt Stambouli nicht. „Nach einem verlorenen Spiel nehmen wir die Köpfe schnell hoch und schauen, wie wir uns verbessern können“, sagt der Vizekapitän. Die 90 Minuten in Sinsheim habe das Team sehr gut analysiert. „Unser Trainer hat gesagt, dass wir den Killerinstinkt brauchen – sowohl in der Offensive als auch in der Defensive. Es ist wichtig, dass wir in unseren Aktionen noch konsequenter werden“, verrät Stambouli. „Wir müssen gemeinsam verteidigen und vorne die Tore erzielen – beides ist eine Mannschaftsarbeit.“

Um am Samstag das zweite Derby in Serie zu gewinnen, brauche das Team „1904 Prozent Killerinstinkt“, so Stambouli. Gegen eine Mannschaft wie Dortmund sei es zudem wichtig, über die gesamte Spieldauer voll konzentriert zu sein. Denn ein Derby sei nicht wie jedes andere Spiel, „dort kann alles passieren“. Sein großer Wunsch? „Dass wir nach dem Spiel gemeinsam mit unseren Fans feiern können.“

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