Borussia Mönchengladbach: Mit Variabilität zum Erfolg

Borussia Mönchengladbach lässt mit einem starken Saisonstart aufhorchen. Um dem Bundesliga-Mittelmaß der vergangenen Jahre zu entfliehen, haben sich die Fohlen unter anderem mit Rekordtransfer Alassane Plea verstärkt. Trainer Dieter Hecking zeigt sich mit seinem Kader und der neuen taktischen Variabilität zufrieden.

Zwei Jahre in Folge beendete Borussia Mönchengladbach seine Saison auf dem neunten Platz, in dieser Spielzeit geht der Blick für den Traditionsclub wieder nach oben. Der Start in die neue Saison war für die Fohlen jedenfalls vielversprechend. Einem souveränen 11:1-Sieg im DFB-Pokalspiel bei Oberligist BSC Hastedt folgten in der Bundesliga ein 2:0-Erfolg gegen Bayer Leverkusen und ein 1:1 beim FC Augsburg. „Wir sind die ersten Schritte der noch jungen Saison erfolgreich gegangen“, beurteilt Sportdirektor Max Eberl den Beginn in diese Spielzeit positiv.

Wir wollen variabler sein als in der letzten Saison, jetzt haben wir auch die Möglichkeiten.

Dieter Hecking

Um wieder um die oberen Plätze mitzuspielen, hatten sich die Fohlen in der Sommerpause unter anderem mit dem 25-jährigen Alassane Plea verstärkt – dem teuersten Einkauf der Vereinshistorie. Der französische Stürmer wechselte von OGC Nizza an den Niederrhein und machte mit vier Toren in den ersten drei Pflichtspielen bereits auf sich aufmerksam. „Wir haben mit Alassane Plea einen Stürmer geholt, der mit seinen Qualitäten der Mannschaft helfen kann und wird“, ist sich Eberl sicher.

Junge Spieler sollen sich entwickeln können

Neben Plea und dem 27 Jahre alten Rechtsverteidiger Michael Lang hat sich Mönchengladbach zu dieser Saison vor allem mit jungen Talenten verstärkt, die teils verpflichtet und teils aus dem Nachwuchsbereich hochgezogen wurden. „Wir haben uns vor mehr als zehn Jahren für die Fohlen-Philosophie entschieden, die besagt, dass wir junge Spieler aus der eigenen Akademie oder von extern entwickeln wollen“, betont Eberl. „Diesem Weg sind wir in der Vergangenheit gefolgt, weil er für einen Verein wie Borussia alternativlos ist.“

Ein großes Gladbacher Plus im Vergleich zur Vorsaison ist die neue taktische Flexibilität. In Augsburg wechselte Trainer Dieter Hecking während des Spiels von einem 4-3-3- in ein 3-5-2-System. „Wir wollen variabler sein als in der letzten Saison, jetzt haben wir auch die Möglichkeiten“, sagt Hecking mit Blick auf sein Personal, mit dem er sich sehr zufrieden zeigt. Reicht die Qualität, um Platz neun in diesem Jahr zu toppen? Nach dem erfolgreichen Saisonstart gibt es am Niederrhein zumindest reichlich Grund für Optimismus.

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