Brust raus! Ackern, ackern, ackern!

Satte 16 Torschüsse gaben die Königsblauen am Samstag (15.9.) im Borussia-Park ab. Ein guter Wert - allerdings mit einem entscheidenden Makel. Lediglich Breel Embolo traf mit seinem Versuch in die Maschen. Das sehenswerte Tor des Schweizers in der Nachspielzeit konnte die Niederlage in Mönchengladbach am Ende aber nicht mehr abwenden. Beim Schlusspfiff stand es 2:1 für die Fohlen.

Mannschaftskreis FC SChalke 04

„Das letzte Mal, dass wir so viele Torchancen hatten, von der Anzahl, aber auch von der Qualität, ist schon ein bisschen her“, sagt Domenico Tedesco, der seine Mannschaft gegenüber der 0:2-Niederlage gegen Hertha BSC deutlich formverbessert sah. Dennoch standen die Knappen abermals mit leeren Händen da. „Die Situation ist einfach kacke“, bringt es Ralf Fährmann auf den Punkt. „Da braucht man nichts schönreden. Wenn’s kommt, dann kommt es oft knüppeldick. Vorne machen wir die Chancen momentan nicht rein, hinten verteidigen wir manchmal nicht ganz so gut.“

Was fehlt, sind die Tore

Daniel Caligiuri teilt die Meinung seines Kapitäns. „Wir haben sehr viele Chancen kreiert. Was momentan fehlt, sind einfach die Tore“, ärgert sich der Mittelfeldmann. „Man hat gesehen, dass wir sehr gefährlich sein können. Gerade ist einfach der Dreck am Schuh!“

Gerade ist einfach der Dreck am Schuh!

Daniel Caligiuri

Am Abschluss gilt es daher zu arbeiten, damit die Königsblauen schnell die Kurve kriegen. „Ich mache keinem Spieler einen Vorwurf, wenn er den Ball nicht reinmacht. Denn das macht niemand mit Absicht. Im Fußball geht es aber nun einmal darum, Tore zu schießen“, sagt Christian Heidel. Gleichzeitig unterstreicht der Sportvorstand aber auch: „Wir geraten nach drei Niederlagen nicht in Panik, sondern werden ruhig weiterarbeiten. Fakt ist allerdings: Wenn man aus drei Spielen keinen einzigen Punkt holt, ist man alles andere als zufrieden.“

Ralf Fährmann: Stecken den Kopf nicht in den Sand

Wichtig sei es jetzt, positiv nach vorne zu schauen. Denn bereits am Dienstag (18.9.) rollt der Ball wieder. Dieses Mal nicht in der Bundesliga, sondern in der Königsklasse. „Jetzt überwiegt noch die Enttäuschung, aber die Champions League ist die große Bühne in Europa, darauf freut sich jeder Spieler und jeder einzelne Fan auf Schalke“, unterstreicht Caligiuri. Denn diese Spiele, so Heidel, „hat sich die Mannschaft mit ihren Auftritten im Vorjahr verdient. Deshalb freuen wir uns einfach auf das Duell mit dem FC Porto.“

Wichtig sei dabei, mit freien Köpfen in die Partie zu gehen. „Es hilft nicht, wenn wir jetzt Trübsal blasen und den Kopf in den Sand stecken“, meint Fährmann und fügt hinzu: „Jetzt gilt: Brust raus! Ackern, ackern, ackern! Mein Blick richtet sich immer auf das nächste Spiel – das ist jetzt Porto. Da müssen wir für uns selbst ein gutes Spiel machen, um dann mit etwas Selbstvertrauen gegen die Bayern zu bestehen.“

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