Cedric Teuchert: Extraschichten für das erste Tor

Nachdem Cedric Teuchert bereits im DFB-Pokal-Viertelfinale im Februar gegen den VfL Wolfsburg einige Einsatzminuten sammeln konnte, feierte er gegen den SC Freiburg nun auch seine Premiere in der Bundesliga. Der Offensivmann wurde gegen die Breisgauer in der 83. Minute für Breel Embolo eingewechselt und hätte in der Schlussphase der Partie beinahe noch einen Treffer erzielt.

„Es war schon immer so, dass ich nach Einwechslungen schnell präsent bin“, sagt der Rechtsfuß. Dass er auch über einen guten Torinstinkt verfügt, zeigt ein Blick auf seine persönliche Bilanz. In der Hinrunde erzielte er sechs Treffer in 15 Zweitligaspielen für den 1. FC Nürnberg, und auch in der U21-Nationalelf läuft es mit bislang drei Treffern in diesem Spieljahr rund.

Nach seinem Wechsel in der Winterpause hatte Teuchert, den zwischenzeitlich ein Infekt und auch Beschwerden im Knie stoppten, zunächst allerdings ein wenig Anlaufzeit gebraucht. „Die Blessuren kamen natürlich zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Aber der Trainer hat mir stets Mut zugesprochen und gesagt, dass ich die anstehenden Aufgaben einfach mit freiem Kopf angehen soll“, berichtet der U21-Nationalspieler. Gleichzeitig habe Domenico Tedesco dem Youngster auch mit auf den Weg gegeben, woran dieser noch arbeiten müsse. „Mein Kopfballspiel in der Offensive, meine Ausdauer und meine Spritzigkeit müssen noch besser werden“, verrät Teuchert. „Aber ich denke, dass ich bei diesen Punkten derzeit auf einem ganz guten Weg bin.“

Mein Kopfballspiel in der Offensive, meine Ausdauer und meine Spritzigkeit müssen noch besser werden.

Cedric Teuchert

Das nächste Ziel neben weiteren Einsätzen in der Bundesliga ist daher klar gesteckt: ein Treffer im deutschen Oberhaus. „Wenn ich weiterhin Gas gebe, mich im Training anbiete und auch Extraschichten schiebe, wird sich das früher oder später auszahlen. Ein Traum wäre natürlich ein Tor im Derby. Unsere beiden Zeugwarte haben mir gesagt, dass ich dann überall in Gelsenkirchen zum Essen eingeladen werde“, schmunzelt Teuchert. Er würde sich aber auch nicht dagegen wehren, wenn die Kugel bereits in Hamburg im Netz zappelt. Letztlich sei es aber stets am Wichtigsten, dass die Ergebnisse stimmen. Teuchert: „Da ist es dann am Ende egal, wer die Tore macht.“

Der Blick auf die aktuelle Tabelle gefällt dem Angreifer, allerdings warnt er auch davor, sich mit dem bislang Erreichten zufrieden zu geben. „Wir wollen jetzt die nächste Hürde in Hamburg nehmen“, so Teuchert. „Ich denke, wir tun gut daran, Schritt für Schritt zu denken.“ Wenn seine Mannschaft weiterhin so stabil auftrete, ist er aber guter Dinge, dass Schalke in der kommenden Spielzeit international im Einsatz sei. „Das wäre ein großer Traum. Wenn man auf dem Sofa sitzt und solche Traumtore wie das von Cristiano Ronaldo in der Champions League gegen Juventus Turin sieht, dann kribbelt es schon. Dann erwische ich mich schon dabei, wie ich mir vorstelle, wie es wäre, in solchen Partien selbst auf dem Platz zu stehen“, verrät er.

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