Christian Heidel: Das gibt einfach ein gutes Gefühl

Gegen Christian Heidels Ex-Verein Mainz 05 soll am Samstag (29.9., 15.30 Uhr) endlich der erste Dreier der Saison geholt werden. Auf schalke04.de sagt der Sportvorstand, warum die Situation mit der von vor zwei Jahren kaum vergleichbar ist und wie er Chef-Trainer Domenico Tedesco in dieser schwierigen Lage unterstützt. Zudem spricht der 55-Jährige über den Vorwurf der Schönrednerei.

Christian Heidel über …

… die Vergleichbarkeit der Situation mit der vor zwei Jahren:
Das lässt sich kaum vergleichen. Der Unterschied ist, dass wir alle schon ein Jahr zusammenarbeiten, ein Jahr gemeinsame Erfahrung haben und wissen, was funktioniert hat. Ich werde oftmals gefragt, ob die Situation damals unangenehmer war als heute oder umgekehrt. Man muss klar sagen: Es war damals beschissen und es ist heute beschissen. Und das hat nichts mit den Trainern zu tun. Markus Weinzierl konnte vor zwei Jahren nichts dafür, dass er neu im Club war. Jetzt ist die Situation so, dass die Mannschaft den Trainer kennt und der Trainer die Mannschaft. Auch wenn wir aktuell noch keinen Punkt haben, ist das Gefühl der Sicherheit stärker als vor zwei Jahren, weil wir uns damals noch nicht gut kannten. Wir sind alle im Verein davon überzeugt, dass wir das Blatt wenden werden.

… die Saison-Perspektiven nach dem missglückten Saison-Start:
Darüber mache ich mir keine Gedanken. Es geht darum, die ersten Punkte einzufahren und dann sehen wir weiter. Hochrechnungen zu machen, ist alles andere als zielführend. Wir können unsere Situation nur durch eigene Erfolge beeinflussen.

Ich habe kein einziges Mal das Gefühl gehabt, dass das Große und Ganze infrage gestellt wird.

Christian Heidel

… die Art und Weise, wie er dem Trainer in dieser Situation helfen kann:
Das Wichtigste ist, die Situation richtig einzuschätzen. Es gilt, aufzuzeigen, warum wir alle davon überzeugt sind, dass wir trotz dieses Fehlstarts gemeinsam Erfolg haben werden und aus dieser Situation herauskommen. Mit dieser Transparenz erreicht man auch, dass die Leute im Club zusammenstehen. Es gibt so viel Zuspruch und Rückhalt aus dem Umfeld des Vereins, immer mit der gleichen Richtung: Wir gehen da gemeinsam durch und kommen da wieder heraus. Das gibt einfach ein gutes Gefühl.

… die Rolle der Fans:
Ich muss ein Riesenkompliment an die Fans machen, denn auch von denen kommt viel Zuspruch. Dass es auch Kritik gibt, ist völlig klar, aber ich habe kein einziges Mal das Gefühl gehabt, dass das Große und Ganze infrage gestellt wird.

… den Vorwurf, die schwierige Lage werde schöngeredet:
Dass das alles an uns nagt und uns belastet, das ist ja völlig normal. Wir reden überhaupt nichts schön, wir sind uns der Schwere der Situation absolut bewusst. Ich habe mit Domenico lange zusammengesessen und ich habe erneut gesehen: Da ist ein Trainer, der genau denselben Plan verfolgt. Natürlich belastet auch ihn die Situation. Aber er macht ganz klar den Eindruck, dass er weiß, wie er die Situation regeln soll.

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