Christian Heidel: Diesen Druck haben wir uns vor der Saison gewünscht

Seine Pläne für die Stunden vor dem 152. Pflichtspielderby hat Christian Heidel bereits geschmiedet. „Ich werde auf jeden Fall noch einmal zum Frisör gehen“, lacht der Sportvorstand, „denn das habe ich vor dem Hinspiel auch gemacht. Und da ist ja zumindest die zweite Halbzeit sehr gut für uns gelaufen.“

Beim Rückblick auf das spektakuläre 4:4-Unentschieden sagt der 54-Jährige, dass diese Partie ganz Schalke zusammengeschweißt und in der eigenen Wahrnehmung stark gemacht habe. „Ein 0:4 im Derby, und dann auch noch auswärts, aufzuholen, das verleiht einer Mannschaft natürlich Selbstvertrauen“, so Heidel. „Wenn wir künftig einmal 0:2 oder 0:3 zurückliegen sollten, wird es auf der Tribüne stets heißen ‚Warte mal ab – wir haben damals auch ein 0:4 im Derby aufgeholt!‘“

Wenn beim Abpfiff die vordere Zahl beim Ergebnis größer ist als die hintere, bin ich zufrieden.

Christian Heidel

Ob das zweite Aufeinandertreffen in dieser Spielzeit ähnlich spektakulär werden wird, vermag der Sportvorstand nicht zu sagen. „Unser Trainer geht nicht mit dem Plan ins Spiel, dass die Mannschaft unbedingt ein spektakuläres Spiel zeigen muss. Domenico Tedesco will vor allem eines: das Derby gewinnen! Den gleichen Plan wird Peter Stöger allerdings auch haben“, meint Heidel und fügt schmunzelnd hinzu: „Wenn beim Abpfiff die vordere Zahl beim Ergebnis größer ist als die hintere, bin ich zufrieden.“

Neben der Brisanz des Derbys gehe es für die Knappen auch darum, die gute Ausgangsposition in der Tabelle zu verteidigen. „Natürlich spüren wir deshalb auch etwas Druck“, erklärt Heidel. „Aber das haben wir uns im Vorfeld der Saison auch so gewünscht. Andersherum hieße es ja sonst, dass es für uns am 29. Spieltag um nichts mehr geht und wir die Saison abgeschrieben hätten.“

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