Daniel Caligiuri: Aus meiner Sicht war es kein Elfmeter

Gäste-Trainer Adi Hütter sprach am Samstag (6.4.) nach dem Abpfiff von einem glücklichen Sieg der Frankfurter, als er während der Pressekonferenz gemeinsam mit Huub Stevens auf die 90+9 Minuten zurückblickte. Zeitgleich beschrieb Daniel Caligiuri in der Mixed Zone die spielentscheidende Situation aus seiner Sicht. Guido Burgstaller äußerte sich ebenfalls zum Geschehen.

Huub Stevens:

In den ersten 15 Minuten hatten wir nicht die Frische, die Frankfurt hatte. Da haben wir uns schwergetan. Nach dem Rückstand haben wir uns aber bravourös gegen einen starken Gegner zurückgekämpft. Großes Kompliment an die Jungs, wie sie dann das Spiel gespielt haben. Leider hat uns am Ende das Quäntchen Glück gefehlt. Über die letzte Situation möchte ich nicht allzu viel sprechen. Als Fan kann man vieles sagen, aber als Trainer besser nicht. Denn sonst kann man bestraft werden. Grundsätzlich bin ich aber für den VAR. Im Moment scheint es leider so, als ob die ganze Welt gegen uns ist. Wir müssen kämpfen und sehen das als Herausforderung. Und die nehmen wir an!

Adi Hütter:

Wenn man mit der allerletzten Aktion gewinnt, muss man natürlich von einem glücklichen Sieg sprechen. Mir tun die Schalker leid, ich kann mitfühlen. Ich bin natürlich glücklich, dass wir auch das sechste Spiel hintereinander gewonnen haben und mittlerweile seit 15 Partien ungeschlagen sind. Das war heute aber ein hartes Stück Arbeit. Nach dem 1:1 war es ein offenes Spiel. Schalke stand gut, war immer wieder gefährlich nach vorne. Wir haben lange keine Lösungen gefunden. Nach dem 2:1-Sieg lebt unser Traum von der Champions League weiter.

Daniel Caligiuri:

Wir sind unglaublich enttäuscht. Wenn man alles reinhaut in das Spiel, mit solchen Fans im Rücken, dann ist es doppelt bitter, am Ende zu verlieren. Für mich war es kein Elfmeter. Die Frankfurter haben einen Freistoß kurz gespielt, ein Spieler ließ den Ball vorbei zu Filip Kostic. Dann wollte ich rausrücken, spürte dabei noch einen Schubser von einem Gegenspieler und dann ging der Ball von meiner Schulter an meine Hand. Aber der erste Kontakt war an der Schulter. In dieser Situation darf es aus meiner Sicht keinen Strafstoß geben. Der Schiedsrichter hat mich zu sich gerufen, dann habe ich gehofft, dass er von mir eine ehrliche Meinung will, aber er meinte nur „Das ist Elfmeter“ – und das war’s auch schon. Ein Punktgewinn wäre ein gutes Ergebnis bei meinem Comeback gewesen. Dass ich nach vier Wochen schon wieder spielen konnte, habe ich unserem Fitnesstrainer und den Physios zu verdanken. Sie haben sehr, sehr gute Arbeit gemacht, einen klaren Kopf bewahrt und immer an mich geglaubt.

Guido Burgstaller:

Das Ergebnis tut weh. Ein Punktgewinn wäre heute absolut verdient gewesen. Ob es wirklich ein Handelfmeter war, habe ich im Spiel nicht ganz genau erkennen können. Daniel Caligiuri hat mir gesagt, dass es die Schulter war. Der Schiedsrichter hat es anders gesehen. Ich glaube, dass es schon kurz vor Suat Serdars Gelb-Roter Karte ein Foul an Benjamin Stambouli gegeben hat. Ich habe dem Schiedsrichter gesagt, dass er sich das doch auch noch einmal anschauen soll. Auch wenn es schwerfällt, müssen wir das Positive mitnehmen. Wir haben gegen eine Mannschaft, die seit langer Zeit nicht mehr verloren hat, bis auf die erste Viertelstunde ein gutes Spiel gemacht. Nach dem 0:1 haben wir die Frankfurter gut vom eigenen Tor ferngehalten. Selbst hätten wir noch das eine oder andere Tor mehr schießen können. Vielleicht müssen wir noch etwas ruhiger im gegnerischen Strafraum bleiben. Das kommende Spiel in Nürnberg müssen wir unbedingt gewinnen. Auch wenn mir das für den Club leidtut. Aber wir brauchen die Punkte unbedingt.

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