Daniel Caligiuri: Wenn man oben steht, geht vieles leichter

Als Daniel Caligiuri am Samstag (20.4.) gegen die TSG 1899 Hoffenheim einen Foulelfmeter nach einer Stunde Spielzeit zum 1:2-Anschlusstreffer verwandelte, war die Hoffnung auf einen Punktgewinn oder gar noch einen Sieg bei dem Mittelfeldmann, seinen Mitspielern und den Fans in der VELTINS-Arena riesengroß. „Ich hatte nach meinem Tor ein sehr, sehr gutes Gefühl“, berichtet der 31-Jährige.

„Und als ich meinen Mitspielern ins Gesicht geschaut habe, war auch zu spüren und zu erkennen, dass jeder Einzelne das Spiel unbedingt drehen wollte. Die Fans waren ebenfalls da und haben uns gepusht. Sie standen wie eine Wand hinter uns.“ Doch es kam anders: Fünf Minuten nach dem fünften Saisontreffer des Deutsch-Italieners stellten die Hoffenheimer den alten Abstand wieder her. „Vor dem 1:3 haben wir einfach schlecht verteidigt“, erklärt Caligiuri selbstkritisch. „Über außen ging es viel zu einfach, und in der Mitte waren wir nicht am Mann. Das wurde bestraft.“

1:3 war ein erneuter Tiefschlag

Der Schalker Torschütze berichtet, dass der dritte Gegentreffer sehr an ihm und seinen Mitspielern genagt habe. Es sei ähnlich gewesen wie vor dem Seitenwechsel. „Wir waren am Drücker, lagen aber nach zwei Torschüssen des Gegners 0:2 hinten. Da kann sich jeder vorstellen, was erst einmal in den Köpfen los ist“, erklärt er. „Der dritte Gegentreffer war nach dem Anschluss dann ein erneuter Tiefschlag.“

Wir haben weiterhin alles in der eigenen Hand.

Daniel Caligiuri

Caligiuri betont, dass es in den kommenden Partien wichtig sei, in der Anfangsphase selbst einmal zu treffen. „Dann laufen Spiele komplett anders. Dann können wir befreit aufspielen, selbst Nadelstiche nach vorne setzen und vielleicht auch mal über Konter kommen. Stattdessen waren es zuletzt leider immer wir, die hinterherlaufen mussten“, so der Rechtsfuß. Des Weiteren erklärt er, dass die aktuellen Ergebnisse auch Kopfsache seien. „Wenn man oben steht, geht vieles leichter. Das hat man im Vorjahr gesehen“, erinnert er an die vielen engen Spiele, die seine Mannschaft in der Vizemeister-Saison zu ihren Gunsten hatte entscheiden können.

Alles für den Verein geben

Gerade für viele junge Spieler sei es das erste Mal, dass sie sich in ihrer Karriere in einer solch schwierigen Situation befänden. „Ich bin schon etwas älter und kenne das bereits von meinen vorherigen Stationen in Freiburg und Wolfsburg. Wichtig ist immer, dass man zusammenhält“, erklärt Caligiuri, worauf es jetzt ankommt. „Wir müssen an unsere Grenzen gehen und alles für den Verein geben.“

Am Einsatz und Engagement in den Trainingseinheiten liege es nicht, versichert das Mitglied des Mannschaftsrates: „Da ist jeder Spieler konzentriert und haut alles raus. Ein Spiel ist aber immer noch einmal etwas anderes. Da geht es um sehr, sehr viel. Da spielt auch der Kopf eine Rolle.“

Trotz des Negativtrends bleibt Caligiuri positiv, wenn er an die verbleibenden Spiele denkt. „Wir haben weiterhin alles in der eigenen Hand, das ist schon einmal wichtig“, sagt er. „Auf das Geschehen bei den anderen Vereinen schaue ich deshalb momentan nur bedingt. Wir müssen an uns glauben. Dann werden wir unsere Spiele auch gewinnen.“

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