David Wagner: Demut und Bescheidenheit bewahren, ambitioniert bleiben

Der FC Schalke 04 tritt am Samstag (7.12.) um 18.30 Uhr bei Bayer Leverkusen an. Die Partie in der BayArena steigt nicht nur zur Topspielzeit, sie ist auch eines. Die Knappen sind seit mittlerweile sechs Pflichtspielen ungeschlagen und belegen derzeit Rang drei, die Werkself als Siebter ist wettbewerbsübergreifend seit fünf Partien ohne Niederlage und überraschte zuletzt mit einem 2:1-Erfolg beim deutschen Rekordmeister in München.

David Wagner

Dementsprechend groß ist die Vorfreude auf das Duell der beiden NRW-Clubs bei David Wagner. „Das wird eine super spannende und sehr interessante Aufgabe für uns“, sagt der Chef-Trainer der Königsblauen. „Die Leverkusener gehören zu den top Mannschaften in der Bundesliga. Sie haben zuletzt ihr Selbstverständnis und ihre Form gefunden, zudem verfügen sie gerade in der Offensive über herausragende Qualitäten.“

Der 48-Jährige lobt allerdings nicht nur den Gegner, sondern auch seine Mannschaft, die in den vergangenen Wochen konstant gepunktet hat. Deshalb ist sich Wagner sicher, dass die Werkself ebenso wie er großen Respekt vor dem Leistungsvermögen des Gegenübers hat. „Wir sind sicherlich nicht die angenehmste Mannschaft, gegen die man gerade spielen möchte“, meint der Fußballlehrer, der bei seinem Team von Spiel zu Spiel eine Weiterentwicklung sieht. Wagner: „Die Jungs haben beispielsweise in Bremen gezeigt, dass sie lernen können und wissen, wie man Spiele zu Ende bringt.“

Wir sind sicherlich nicht die angenehmste Mannschaft, gegen die man gerade spielen möchte.

David Wagner

Dass Schalke derzeit von Tabellenplatz drei grüßt, sei eine schöne Momentaufnahme. „Natürlich ist es nett, nach 13 Spielen Dritter zu sein. Aber das ist wirklich vollkommen unwichtig. Wir sollten Demut und Bescheidenheit bewahren, aber trotzdem ambitioniert bleiben“, erklärt der Coach und fügt hinzu, dass dies kein Widerspruch sei. Er erwarte von seiner Mannschaft, dass sie in jeder Begegnung aufs Neue hungrig sei und versuche, die eigene Spielidee gegnerunabhängig auf den Platz zu bringen. Wagner: „Damit sind wir bislang gut gefahren.“

Vorsichtsmaßnahme bei Nastasic

Bei seinen personellen Planungen für die anstehende Aufgabe kann der Chef-Trainer – abgesehen von den bereits etwas länger verletzten Akteuren Salif Sané (Korbhenkelriss des Außenmeniskus am linken Knie), Alessandro Schöpf (Muskelverletzung im Oberschenkel) und Benjamin Stambouli (Bruch eines Fußwurzelknochens) – auf seinen kompletten Kader bauen.

Der Grund, weshalb Matija Nastasic unter der Woche phasenweise individuell trainiert hatte, sei eine Vorsichtsmaßnahme gewesen, berichtet der Coach. „Er hat einen Schlag auf die Kniekehle bekommen, das ist aber nicht schlimm. Ich gehe davon aus, dass Mati am Abschlusstraining teilnimmt und auch beschwerdefrei spielen kann.“ Welche elf Spieler er für die Anfangsformation im Kopf hat, möchte der 48-Jährige noch nicht verraten. „Alle Spieler, die fit sind und trainieren, sind auch eine Option“, betont Wagner.

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