David Wagner: Freuen uns, dass es endlich losgeht

Nach 48 Tagen Vorbereitung wird am Samstag (17.8.) wieder um Punkte in der Bundesliga gespielt. Zum Auftakt der Saison ist der FC Schalke 04 zur Topspielzeit um 18.30 Uhr bei Borussia Mönchengladbach gefordert. „Die Stimmung im Team ist geprägt von großer Vorfreude. Wir alle haben Lust und freuen uns, dass es endlich losgeht“, sagt David Wagner, der im BORUSSIA-Park seine Punktspiel-Premiere als Chef-Trainer der Königsblauen feiern wird.

Dass seine Mannschaft mit den Partien am Niederrhein sowie anschließend daheim gegen Bayern München alles andere als einen einfachen Start vor der Brust hat, weiß Wagner. Der 47-Jährige betont aber gleichzeitig, dass das im Kopf keine große Rolle spiele. „Das, was ich nicht ändern kann, nehme ich hin und manage es“, sagt der Fußballlehrer und fügt hinzu, dass jedes einzelne Spiel seinen ganz besonderen Reiz habe – egal wie der Kontrahent heißt. Wagner: „Es geht für mich darum, dass wir unser eigenes Spiel auf den Platz bekommen – unabhängig vom Gegner oder dem Umstand, ob wir auswärts oder zu Hause spielen.“

Fohlen mit neuer Spielidee

Ihre ersten Pflichtaufgaben der Saison 2019/2020 haben sowohl die Knappen als auch die Borussen erfolgreich gelöst. Während sich die Königsblauen in der ersten Runde des DFB-Pokals souverän mit 5:0 beim Nord-Regionalligisten SV Drochtersen/Assel durchsetzen konnten, siegte Mönchengladbach beim SV Sandhausen mit 1:0.

Die Elf vom Niederrhein konnte Wagner aber nicht nur im DFB-Pokal unter die Lupe nehmen. Gemeinsam mit seinem Trainerstab hat der Coach den Gegner mehrfach beobachtet und analysiert. Seine Erkenntnisse: „Mit Marco Rose hat Mönchengladbach eine neue Spielidee, die durch sehr viel Tempo geprägt ist. Zudem haben sie im Sturm sehr viel Wucht. Es ist eine extrem interessante Aufgabe. Wir haben wahnsinnig Lust auf diesen Vergleich.“

Schöpf soll 45 Minuten in der U23 spielen

Bei seinen Planungen für die Startelf kann Wagner noch nicht auf alle Spieler seines Kaders bauen. „Jonas Carls und Rabbi Matondo sind nach ihren Verletzungen noch nicht wieder im Training“, berichtet der Chef-Trainer der Königsblauen. Auch Ozan Kabak wird nach seiner Fußverletzung noch einiges an Zeit brauchen. „Er wird in den nächsten sieben bis zehn Tagen Teile des Mannschaftstrainings absolvieren. Für das Spiel in Mönchengladbach und danach gegen Bayern München ist er noch keine Option“, so Wagner. Darüber hinaus müssen die angeschlagenen Nassim Boujellab und Markus Schubert passen. Das Duo soll in der kommenden Woche wieder ins Training einsteigen.

Fragezeichen stehen noch hinter Salif Sané und Suat Serdar. „Wir werden die finale Entscheidung nach dem Training treffen. Wenn alles normal läuft, werden beide zum Kader zählen“, so Wagner. Am Wochenende soll auch Alessandro Schöpf zum Einsatz kommen – allerdings nicht in der Bundesliga. „Schöpfi wird, wenn alles gut läuft, bei der U23 eine Halbzeit spielen“, sagt Wagner und ergänzt, dass der Österreicher nach seiner mehr als halbjährigen Verletzungspause behutsam wieder an die Belastungen herangeführt werden soll. Bei dem Mittelfeldmann dürfe ebenso wie bei Mark Uth nichts überstürzt werden. Letztgenannter Spieler steht für das Duell mit Mönchengladbach ebenfalls noch nicht wieder zur Verfügung.