Dejan Ljubičić: Es geht um den unbedingten Willen, das Tor machen zu wollen

Am Samstagnachmittag (31.10.) trennten sich die Knappen mit 0:2 von RB Leipzig. Zu dem Spielgeschehen auf dem Rasen der VELTINS-Arena gaben Schalkes Chef-Coach Miron Muslic sowie sein Gegenüber Martín Demichelis auf der Pressekonferenz ihre Einschätzungen ab. Auch Kenan Karaman und Dejan Ljubičić ordneten die 90 Minuten ein. schalke04.de liefert die Stimmen des Quartetts.

Dejan Ljubicic dribbelt mit dem Ball am rechten Fuß auf David Raum zu.

Miron Muslic:

Wir haben heute eine Systemumstellung vorgenommen, weil wir wussten, dass wir nach vorne mehr Akzente setzen müssen. Die Umstellung auf die defensive Viererkette war zu keinem Zeitpunkt ein Problem. Im Gegenteil: Wir waren von Beginn an sehr energisch und aktiv und direkt im Spiel. Das Publikum hat sofort gemerkt, dass wir ein anderes Gesicht gezeigt haben. Wir hätten früh in Führung gehen können, das hätte uns ein Stück weit befreit.

Wir bekommen dann einen Elfmeter gegen uns gepfiffen, bei dem sich Leipzig sehr clever anstellt. Dann gehst du mit einem 0:1-Rückstand in die Halbzeit, obwohl ein Unentschieden gerechtfertigt gewesen wäre. Danach haben wir eine große Chance nach einem Eckball – da hätten wir den Moment mal gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Je mehr Räume du Leipzig dann gibst, desto mehr spielt es ihnen in den Karten. Aber wir mussten höher attackieren. Die Mannschaft hat alles versucht, es war ein Schritt nach vorne.

Martín Demichelis:

Für uns war es ganz wichtig, nach zwei Siegen in der zurückliegenden Woche ein gutes Spiel zu machen und unseren ersten Auswärtssieg in der Bundesliga zu feiern. Dafür haben wir lange gekämpft, gegen eine schwer zu bespielende und eklige Schalker Mannschaft. Alle Teams, die hierherkommen, kriegen wenige Chancen und schießen nicht viele Tore. Wir haben zwei gemacht und noch ein paar Chancen gehabt. Jetzt geht es für uns weiter.

Kenan Karaman:

Natürlich sind wir enttäuscht, heute wieder verloren zu haben. Aber wir haben einen guten Auftritt gezeigt, ich fand uns heute besser als in den vergangenen Wochen. In der ersten Halbzeit haben wir nach vorne guten Fußball gezeigt, letztlich müssen wir da noch zwingender werden, aber darauf kann man aufbauen. Der Elfmeter wirft uns etwas zurück, für mich war es in der Situation zu wenig, aber der Schiedsrichter gibt ihn letztlich doch. Nach der Pause wollten wir wieder rankommen, am Ende lassen wir uns beim zweiten Treffer auskontern. Unterm Strich sehe ich das Positive: Wir haben mit Ball und in den offensiven Abläufen einen Schritt nach vorne gemacht und waren mutiger. Die Saison ist ein Marathon und wir werden unsere Tore schießen und Spiele gewinnen.

Dejan Ljubičić:

Gegen einen Gegner wie Leipzig werden Kleinigkeiten bestraft. Wir müssen nun weiterarbeiten und beim Training fokussiert in jede Übung gehen. Es geht um den unbedingten Willen, das Tor machen zu wollen. Wir werden weitermachen und nicht müde Gas zu geben. Dabei helfen uns die Fans. Ich persönlich muss nach meiner Rückkehr langsam wieder rein und meine Form finden und will dem Team in den kommenden Spielen helfen.