Domenico Tedesco: Brauchen Leidenschaft und Akribie

Der FC Schalke 04 gastiert am Samstag (6.10., 15.30 Uhr) im letzten Spiel vor der Länderspielpause bei Fortuna Düsseldorf. Mit dem dritten Pflichtspielsieg in Serie wollen die Königsblauen ihre bislang starke Woche krönen. Chef-Trainer Domenico Tedesco freut sich dabei auch auf das Wiedersehen mit seinem Trainerkollegen.

„Ich hatte die große Freude, Friedhelm Funkel während meiner Zeit als Aue-Trainer kennenzulernen“, sagt Tedesco über den mit 64 Jahren beinahe doppelt so alten Düsseldorf-Coach. „Er ist ein super Typ und beweist, dass sich Innovation und Erfahrung in keinster Weise widersprechen.“ Düsseldorf spiele einen „sehr modernen Fußball, sie verteidigen nach vorne, haben eine gute Struktur“, hebt Tedesco die Stärken des kommenden S04-Gegners hervor.

Wir haben positive Gefühle aus Moskau mitgenommen.

Domenico Tedesco

Das Ziel ist dennoch eindeutig: Beim Aufsteiger soll es im dritten Pflichtspiel hintereinander den dritten Erfolg geben. „Wir wollen jedes Spiel gewinnen, auch in Düsseldorf. Wir sind gut in Fahrt und haben positive Gefühle aus Moskau mitgenommen.“

Mit einem Dreier bei der Fortuna würde der S04 die Rheinländer in der Tabelle überholen. Mit derlei Rechenspielchen kann Tedesco aber nicht viel anfangen. „Die Tabelle blenden wir aus. Das haben wir auch in der Vorsaison, als wir gut platziert waren“, sagt der 33-Jährige. Viel wichtiger sei, dass sein Team an die zweite Halbzeit aus Moskau anknüpfe. Tedesco: „Wir brauchen Leidenschaft und Akribie.“

Tedesco: Die Erfolgserlebnisse werden kommen

Ob seine Mannschaft mit einer Dreier- oder wie zuletzt mit Viererkette auflaufen wird, lässt der Chef-Trainer offen und spricht von einem „Luxusproblem“ bei der Wahl der Innenverteidiger. Schließlich seien die Leistungen in der Abwehrzentrale zuletzt stark gewesen, egal welcher Spieler dort auflief.

Weniger erfreulich als die Defensivarbeit ist aktuell die Torausbeute der Schalker Stürmer. Einzig Breel Embolo bringt es in dieser Saison auf zwei Pflichtspieltreffer, die weiteren Offensivspieler netzten bislang nicht. Tedesco glaubt aber, dass sich diese Statistik schon bald ändern wird. „Guido Burgstaller hat gegen Mainz ein sehr gutes Spiel abgeliefert. Er hat teilweise zwei Innverteidiger allein beschäftigt“, lobt der Trainer den Österreicher. „Er hatte eine Phase, in der ein bisschen im Tief war und ist jetzt wieder im Kommen.“ Bei Embolo sei die Situation ähnlich. Tedesco ist sich sicher: „Es fehlen die Erfolgserlebnisse, aber die werden kommen, wenn unsere Stürmer so weiterarbeiten – und dann werden wir ihnen immer den Rücken stärken.“

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