Domenico Tedesco: Das 2:0 hätte uns eigentlich Power geben sollen

Gemeinsam blickten Domenico Tedesco und Augsburgs Chef-Trainer Manuel Baum nach dem Schlusspfiff am Mittwoch (13.12.) auf die 90 Minuten in der VELTINS-Arena zurück. schalke04.de hat die Aussagen der beiden Fußballlehrer notiert.

Domenico Tedesco:

Wir haben keine spektakuläre erste Halbzeit gespielt, aber sie war intelligent. Wenn man sich die bisherigen Spiele der Augsburger anschaut, weiß man, dass sie über schnelle Umschaltaktionen zu Torabschlüssen kommen. Es war daher unser Ziel, den Gegner durch viel Ballbesitz und eine kontrollierte Spieleröffnung in Schach zu halten.

Im zweiten Durchgang hatten wir einen ähnlichen Plan. Wenn man direkt nach der Pause das 2:0 erzielt, sollte einem das eigentlich eine gewisse Power geben. Aber Augsburg hat stark gepresst. Sie haben viele Kopfballduelle und zweite Bälle gewonnen, hatten viel Ballbesitz. Uns selbst blieb oftmals nur der lange Ball. Das müssen wir in Zukunft verhindern.

Die Gegentore waren trotzdem ein wenig Slapstick. Beim 1:2 wird Guido Burgstaller angeköpft, beim zweiten Gegentor hauen wir vor dem Strafstoß über den Ball. Die Elfmeterentscheidung war aber korrekt. Ich bin glücklich, dass wir am Ende dann selbst noch einmal getroffen und gegen eine sehr gute Mannschaft gewonnen haben. Es ist schön, dass die drei Punkte auf Schalke bleiben!

Manuel Baum:

In der ersten Halbzeit standen wir in der Defensive sehr gut. Wir haben lediglich nach vier Minuten eine Großchance zugelassen und uns kurz vor dem Pausenpfiff nicht gut verhalten. Das hat Schalke ausgenutzt und zum 1:0 getroffen. Wir selbst hatten bei Ballbesitz lange zu viel Respekt. Erst nach dem zweiten Gegentor in der 47. Minute haben wir uns mehr zugetraut und haben dann auch verdient ausgeglichen. Danach war es extrem bitter, von Schalke ausgekontert zu werden. Es tut weh, ohne Punkt noch Hause zu fahren. Ich glaube, wir hätten hier heute etwas verdient. Kompliment an meine Mannschaft, wie sie nach dem Zwei-Tore-Rückstand zurückgekommen ist.

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