Domenico Tedesco: Ein außergewöhnliches und emotionales Spiel

Das letzte Heimspiel des Jahres steht ganz im Zeichen des Abschieds vom Steinkohlebergbau. Deshalb werden die königsblauen Kicker am Mittwoch (19.12., 18.30 Uhr) gegen Bayer Leverkusen jeweils mit einem Zechen-Namen aus der Region auf der Brust auflaufen. Unter den Zuschauern in der VELTINS-Arena werden zahlreiche Kumpel sein – und diesen möchte der FC Schalke 04 nicht nur einen unvergesslichen Abend bereiten, sondern auch drei Punkte schenken.

„Ich war selbst schon unter Tage. Dabei habe ich viele Eindrücke sammeln können und kann ein Stück weit nachvollziehen, wie die Kumpel, die unseren Verein gegründet haben, tagtäglich hart gearbeitet haben. Davor habe ich höchsten Respekt“, sagt Domenico Tedesco.

Vor dem Duell mit der Werkself will der Chef-Trainer seine Mannschaft deshalb noch einmal dafür sensibilisieren, dass es kein normales Spiel werden wird. „Es wird außergewöhnlich und für viele Menschen ein sehr emotionaler Abend“, so der Coach. „Wir sind in der Pflicht, alles auf den Platz bringen, damit wir die drei Punkte auf Schalke behalten.“

Wir müssen die Fans mit unserem Einsatz auf dem Rasen mitreißen!

Domenico Tedesco

Respekt vor Leverkusener Offensivstärke

Um die 90 Minuten erfolgreich zu beenden, gelte es, die pfeilschnelle Bayer-Offensive zu stoppen. „Leverkusen hat in Bremen sechsmal getroffen, in Mönchengladbach fünf Tore erzielt. An einem guten Tag ist unser Gegner brandgefährlich – sowohl im Umschaltspiel als auch im Aufbau mit Tempo über die Flügel“, weiß Tedesco.

Gleichzeitig erklärt der 33-Jährige aber auch, dass die Werkself ihr Potenzial nicht immer abrufe. „Wir müssen Gas geben, die Fans mit unserem Einsatz auf dem Rasen mitreißen!“, fordert der Coach. Dann stünden die Chancen sehr gut, die Partie erfolgreich zu gestalten.

Nastasic nach Gelbsperre zurück

Bei seinen Planungen kann Tedesco wieder auf Matija Nastasic bauen. Der Serbe hatte zuletzt in Augsburg wegen einer Gelbsperre zuschauen müssen. Auch Yevhen Konoplyanka, der zuletzt angeschlagen gefehlt hatte, ist wieder eine Option.

Emotionaler Abschied vom Bergbau

Schalke 04 und der Bergbau – das eine ist ohne das andere gar nicht vorstellbar. Mit der Schließung der letzten beiden Zechen, der Zeche Prosper Haniel und der Zeche Ibbenbüren, endet in diesen Tagen eine Ära. Deshalb haben die Königsblauen zahlreiche Kumpel zum Heimspiel gegen Bayer Leverkusen eingeladen, um in der VELTINS-Arena einen ganz besonderen Abend zu verleben.

Wie bereits bei der Schließung der Zeche Auguste Victoria vor drei Jahren wird abermals das letzte Grubenlicht an die Schalker Verantwortlichen überreicht – symbolisch, als Zeichen der engen Verbindung. Zudem wird der Knappenchor der Zeche Consolidation das Steigerlied im Stadion spielen.

Trotz der Wehmut möchten die Königsblauen dafür sorgen, dass der 19. Dezember nicht nur ein Tag des Abschieds, sondern gleichermaßen auch ein Tag der Freude wird. Ein Tag des Zusammenhalts, der Geschichte und für alles, was den FC Schalke 04 zu dem gemacht hat, was er heute ist.

Eine große Geste gibt es auch von GAZPROM: Schalkes Hauptsponsor verzichtet auf sein Logo auf dem Trikot, um eine ganz besondere Aktion zu ermöglichen. Jeder Spieler wird den Namen einer Zeche aus der Region auf seiner Brust tragen.

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Benito Raman

Drei Tore, aber keine drei Punkte

Über mangelnde Spannung konnten sich die Fans in der VELTINS-Arena und vor den TV-Bildschirmen am Samstag (9.11.) beim 3:3-Unentschieden gegen Fortuna Düsseldorf nicht beklagen. „Für die neutralen Zuschauer war es sicherlich ein tolles Spiel“, sagt Benito Raman. „Für uns leider nicht. Wir haben uns den Nachmittag ganz anders vorgestellt.“ Dabei sah es mehrfach danach aus, dass der Belgier gegen seine ehemaligen Mitspieler als Sieger vom Platz gehen wird.

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