Domenico Tedesco erwartet Geduldsspiel gegen disziplinierte Herthaner

Am Samstag (3.3.) um 15.30 Uhr gastiert mit der Hertha aus Berlin eine Mannschaft in der VELTINS-Arena, die nach dem Punktgewinn in München mit viel Selbstbewusstsein nach Gelsenkirchen reist. „Wir müssen hochkonzentriert in die Partie gehen und bis zur letzten Minute hellwach sein“, fordert Domenico Tedesco von seinem Team und erwartet ähnlich wie in der Hinrunde, ein „Geduldsspiel“.

Hertha auswärts zuletzt stark

Obwohl sich die Berliner in den letzten Gastspielen auf Schalke eher harmlos zeigten – Schalke gewann die letzten neun Heimpartien – warnt der Coach vor der aktuellen Auswärtsstärke der alten Dame. „Wir schätzen die Hertha sehr stark ein, weil sie gegen die Mannschaften aus den oberen Rängen der Tabelle besser gepunktet hat als wir. Diese Ergebnisse sind kein Zufall, das ist eine Mannschaft, die sehr diszipliniert spielt“, so der Chef-Trainer. Die Hertha gewann unter anderem in Unterzahl in Leipzig und in Leverkusen und punktete in München sowie gegen Dortmund.

McKennie-Comeback möglich

Erstmals wieder zum Kader gehören könnte gegen Hertha Weston McKennie. Der 19-Jährige US-Nationalspieler nahm in dieser Woche nach seiner Knieverletzung erstmals wieder komplett am Mannschaftstraining teil und ist laut Domenico Tedesco für das Spiel gegen die Hertha „direkt eine Option“.

Verzichten müssen die Knappen gegen Berlin jedoch auf Guido Burgstaller und Cedric Teuchert. Teuchert fällt wegen leichter Knieprobleme aus, Burgstaller sah im Spiel gegen Bayer Leverkusen die fünfte gelbe Karte. Tedesco: „Es ist natürlich schade, dass Burgi fehlt, weil er grade richtig gut drauf ist. Aber das sind Sachen, die wir nicht verändern können, da lohnt es sich nicht, großartig drüber nachzudenken. Cedric hat leichte Probleme mit dem Knie, nichts Dramatisches.“

Dem 32-Jährigen bieten sich dabei verschiedene Optionen, den Ausfall von Burgstaller zu kompensieren. Ob man den Österreicher mit Marko Pjaca, Yevhen Konoplyanka oder Amine Harit ersetzt oder gar das System umstellt, hat der Fußballlehrer noch nicht entschieden: „Wir haben ja noch einen Tag Zeit und auch noch eine Trainingseinheit. Wir werden dann eine Entscheidung treffen, die für unsere Situation, für dieses Spiel, gegen diesen Gegner und natürlich auch die Lage der Spieler am besten geeignet ist.“ Bei Leon Goretzka bleibt abzuwarten, wie das Abschlusstraining verläuft, nachdem er erneut leichte Schmerzen im Fuß hatte.

Zahlen, Daten und Fakten zum Spiel

Schalke gewann die letzten neun Heimspiele gegen die Hertha, das ist Vereinsrekord für die Knappen. Im September 2005 (0:0) punkteten die Hauptstädter letztmals in Gelsenkirchen, der letzte Sieg gelang im November 2004 (3:1).

In den jüngsten zehn Gastspielen auf Schalke gelang der Hertha insgesamt nur ein Tor (Salomon Kalou im Oktober 2015 bei Schalkes 2:1-Sieg).

Schalkes 18 Tore nach ruhenden Bällen sind alleinige Ligaspitze. Hinter den Bayern (17) liegen die Berliner mit 15 Standardtoren auf dem geteilten 3. Platz.

Mit 15 Zählern holte die Hertha schon drei Punkte mehr außerhalb Berlins als in der letzten Spielzeit. Weniger Niederlagen auf fremdem Platz als die Hertha (3) kassierten in dieser Bundesligasaison lediglich der FCB und der BVB (jeweils 2).

Schalke traf gegen Leverkusen im 18. Bundesliga-Spiel in Folge. Eine so lange Torserie gab es für die Knappen in der Bundesliga nur einmal: zwischen April 1983 und April 1985, als Königsblau sogar in saisonübergreifend 33 Spielen in Folge traf.

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