Domenico Tedesco: Gegen Hoffenheim die richtige Balance finden

Für das Champions-League-Achtelfinale qualifiziert, das Spiel beim FC Porto aber verloren: Mit gemischten Gefühlen ging es für die Knappen zurück aus der portugiesischen Hafenstadt. Bereits am Samstag (1.12.) steht für den S04 die nächste Auswärtspartie auf dem Programm. Um 18.30 Uhr gastieren die Königsblauen bei der TSG 1899 Hoffenheim in der Bundesliga. Chef-Trainer Domenico Tedesco will das Match bei den Kraichgauern mutig, aber mit der richtigen Balance angehen.

„Wir müssen versuchen, das Spiel zu gestalten und gleichzeitig gut verteidigen“, gibt Tedesco vor dem Duell beim Tabellensechsten der Bundesliga die Zielsetzung vor. Den kommenden Gegner bezeichnet der 33-Jährige als „top Mannschaft, die super Stürmer hat und offensiv sehr stark ist“. Auf den Außenbahnen der TSG sieht Tedesco „mutige Spieler, die sehr hoch verteidigen“, weiß aber auch: „Es ist klar, dass du dann auch einen gewissen Preis zahlst.“

Diese sich in Umschaltsituationen ergebenden Räume wollen die Königsblauen am Samstagabend für sich nutzen. Ob Steven Skrzybski bei diesem Unterfangen mitwirken kann, ist noch unklar. Der Stürmer hatte sich gegen Porto eine Verletzung im Brust/Schulterbereich zugezogen. Ob der 26-Jährige zum Kader gehören wird, entscheidet sich voraussichtlich erst am Spieltag.

Um sich auf die Partie bei der Mannschaft von Julian Nagelsmann vorzubereiten, blieben die Knappen nach dem 1:3 gegen den FC Porto in der portugiesischen Hafenstadt. „Wir wollten die Reisestrapazen minimieren“, nennt Tedesco den Grund für diese Vorgehensweise und erläutert: „Wenn es die erste Englische Woche gewesen wäre, wäre es vielleicht nicht so dramatisch. Da wir aber schon einige Englische Wochen hatten, ist es sinnvoller gewesen, in Porto zu bleiben.“

Aus dem Spiel gegen Porto lernen

Am Donnerstag trainierte der S04 im Stadion von Boavista Porto unter „exzellenten Bedingungen“, wie Tedesco unterstreicht. An diesem Tag wurde auch das Match gegen den FC Porto noch einmal genau analysiert. „Wir hatten nicht unseren besten Tag, Porto dafür umso mehr“, sagt der Schalker Chef-Trainer und ergänzt: „Porto ist eine top Mannschaft, die auf jeder Position bärenstark besetzt ist. Für unsere Entwicklung ist das sehr wichtig zu sehen, wo unsere Schwachpunkte in diesem Spiel waren und an diesen zu arbeiten.“

Die Erkenntnisse aus dem Champions-League-Match sollen am besten bereits in Sinsheim dazu führen, dass der S04 den Sieg bei der TSG einfährt. Für zwei Schalker ist diese Partie eine ganz besondere, auch wenn nur einer mitwirken kann. Mark Uth, der seit dem Frankfurt-Match verletzungsbedingt pausieren muss, kickte drei Jahre für Hoffenheim, Sebastian Rudy sogar noch länger. „Ich hatte sieben tolle Jahre bei diesem Verein und freue mich immer wieder darauf zurückzukehren“, betont Rudy, der trotz der Niederlage in Porto eine positive Entwicklung bei den Königsblauen sieht. „Wir haben in den vergangenen Wochen einige gute Spiele gezeigt und insgesamt auch einen Schritt nach vorne gemacht“, sagt der 28-Jährige.

Gut verteidigen und darauf aus sein, selbst Tore zu erzielen.

Sebastian Rudy

Für seinen Ex-Verein hat Rudy viele lobende Worte übrig. „Hoffenheim hat sich in den vergangenen Jahren stetig weiterentwickelt, auch in diesem Jahr spielt die TSG einen sehr guten Fußball“, sagt Rudy. „Sie schießen viele Tore, kassieren hinten auch immer welche. Es ist eine sehr starke Mannschaft mit sehr viel Wucht nach vorne“, so der Mittelfeldspieler weiter. Sein Rezept für einen königsblauen Auswärtssieg: „Wir müssen gucken, dass wir die Hoffenheimer nicht zu vielen Torchancen kommen lassen, gut verteidigen und gleichzeitig darauf aus sind, selbst Tore zu erzielen.“

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