Domenico Tedesco: Kein Außenseiter, kein Favorit

Mannschaft, Trainer, Verantwortliche und Fans fiebern dem 153. Pflichtspielderby seit Tagen entgegen. Überall auf Schalke wird nur noch über das Duell mit den Schwarz-Gelben gesprochen, das am Samstag (8.12.) um 15.30 Uhr in der VELTINS-Arena endlich angepfiffen wird. Dementsprechend groß ist die Vorfreude bei Domenico Tedesco.

Domenico Tedesco

Dass der Gegner bislang eine starke Saison spielt, hat der Chef-Trainer der Königsblauen registriert. Gleichzeitig unterstreicht er aber auch: „In einem Derby ist die aktuelle Tabelle zweitrangig. Da gibt es keinen Außenseiter und auch keinen Favoriten.“ Wichtig sei es, dass seine Mannschaft mutig auftrete und sich nicht verstecke. „Das ist uns in Hoffenheim zuletzt, abgesehen von den ersten Minuten, gut gelungen. Wir haben verdient einen Punkt mitgenommen, drei Zähler wären möglich gewesen“, meint er.

100 Prozent Konzentration und Motivation

In die Trickkiste wird Tedesco vor dem Anpfiff gegen den BVB nicht greifen. „Das ist nicht nötig“, versichert der 33-Jährige. „Die Mannschaft ist hochmotiviert, trainiert sehr engagiert.“ Zudem betont er, dass das Team in jede Partie mit 100 Prozent Konzentration und Motivation gehe. „Wenn ich jetzt sage, dass wir im Derby mehr abrufen als sonst, stimmt das nicht. Wir wollen in jedem Spiel das Maximum aus uns herausholen.“ Gleichzeitig weiß der Coach aber auch um die ganz besondere Atmosphäre, die gegen die Schwarz-Gelben in der VELTINS-Arena herrschen wird. „Und darauf freue ich mich“, so Tedesco.

Die Vergangenheit zählt nicht mehr. Es geht um die Gegenwart.

Domenico Tedesco

Als Chef-Trainer des FC Schalke 04 durfte Tedesco bislang in zwei Derbys an der Seitenlinie stehen – und beide Begegnungen gingen unter die Haut. Im Hinspiel des Vorjahres lagen die Königsblauen beim Pausenpfiff 0:4 hinten, erkämpften sich am Ende aber noch einen Punkt in der Fremde. Die zweite Begegnung auf Schalke entschieden die Knappen mit 2:0 für sich. „Diese Erinnerungen sind sehr schön“, erklärt Tedesco. „Aber die Vergangenheit zählt nicht mehr. Es geht um die Gegenwart.“

Zumal die Mannschaften aus der vergangenen Spielzeit auch nicht mehr miteinander vergleichbar seien. „Wir hatten einige Zu- und Abgänge, unser Gegner ebenfalls. Zudem hat es in Dortmund einen Trainerwechsel gegeben. Das Team ist mittlerweile ein ganz anderes und deutlich besser drauf als im Vorjahr“, sagt der Fußballlehrer.

Offensivtrio fällt aus

Mit Franco Di Santo, Breel Embolo und Mark Uth werden drei Akteure definitiv verletzt fehlen. „Alle andere Spieler, die noch auf der Kippe stehen, arbeiten gemeinsam mit der medizinischen Abteilung mit Hochdruck daran, dass sie im Derby spielen können“, sagt Sportdirektor Axel Schuster.

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