Domenico Tedesco: Müssen unsere DNA auf den Platz bringen

Zum Abschluss des Fußballjahres 2018 steht in der Bundesliga noch eine Englische Woche an. Diese beginnt für den FC Schalke 04 am Samstag (15.12., 15.30 Uhr) beim FC Augsburg, gegen den die Königsblauen eine überaus positive Bilanz aufweisen können. Daran soll sich nach Meinung von Domenico Tedesco am 15. Spieltag nichts ändern.

Nur eins von bislang 14 Duellen mit den Fuggerstädtern ging verloren, zuletzt gelangen gar drei Siege in Folge. Jene Statistik gepaart mit dem Erfolg in der Champions League gegen Lokomotive Moskau lässt Tedesco optimistisch in den Süden der Republik reisen: „Der Sieg tat sehr gut, die Stimmung in der Mannschaft ist gelöst.“ Gleichwohl betont der Coach, dass sich die Lage in der Bundesliga dadurch nicht verändert habe. „Wir wissen um unsere Situation: Wir haben jetzt noch drei Spiele und brauchen Punkte. Die volle Punktzahl wäre überragend“, so Tedesco.

FC Augsburg: Mehr als nur Finnbogason

Auch der FC Augsburg, der zuletzt vier Niederlagen in Serie hinnehmen musste, möchte sein Punktekonto vor der Winterpause noch einmal füttern. „Über die jüngste Bilanz der Augsburger machen wir uns keine Gedanken. Sie sind zwar nicht in der besten mentalen Verfassung, aber so etwas kann sich schnell wieder drehen“, rechnet Tedesco mit einem forsch aufspielenden Gegner. „Der FCA hat klare Strukturen und Abläufe im Angriff, seine Außenverteidiger sind offensiv ausgerichtet und die großgewachsenen Spieler sorgen nicht nur bei Standardsituationen für Gefahr“, erklärt der Trainer.

Dabei gelte es nicht nur, Alfred Finnbogason im Auge zu haben. In nur sieben Einsätzen in dieser Bundesligasaison erzielte der Stürmer bereits dieselbe Anzahl an Toren. „Er ist sicherlich jemand, der viele Laufwege in die Tiefe macht und so für Gefahr sorgt“, warnt Tedesco, „aber Augsburg hat viele schnelle Spieler, auf die man aufpassen muss.“

Das, was in unserer DNA liegt – unser Biss und unser Pressingverhalten –, müssen wir auf den Platz bringen.

Domenico Tedesco

Neben der Schnelligkeit zeichne sich das Spiel der bayrischen Schwaben vor allem durch eine gute Mentalität aus. „Dagegen musst du dich wehren und dich ins Spiel kämpfen. Das, was in unserer DNA liegt – unser Biss und unser Pressingverhalten –, müssen wir auf den Platz bringen. Wenn wir das geschafft haben, können wir die Partie auch spielerisch gestalten“, beschreibt der Chef-Trainer die Marschroute für das Duell mit dem Tabellen-14.

Zwei neue Ausfälle - Skrzybski kehrt zurück

Im Vergleich zum Spiel mit dem russischen Meister ergeben sich für den Kader drei Veränderungen. Während Matija Nastasic (Gelbsperre) und Hamza Mendyl (Sprunggelenk- und Syndesmoseverletzung) ausfallen, steht Steven Skrzybski wieder zur Verfügung. „Die letzten sieben Tage haben ihm sehr gutgetan, er ist schmerzfrei“, sagt Tedesco über den 26-Jährigen.

Auch Benjamin Goller und Ahmed Kutucu werden die Reise nach Bayern mitantreten. „Ihr Auftritt gegen Lokomotive Moskau war erfrischend und unbekümmert. Es ist gut zu wissen, dass die Jungs gut in unser Gefüge hineinpassen.“

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