Domenico Tedesco: Nach zweitem Gegentor haben sich Vorzeichen geändert

Es war ein bitterer Abend aus königsblauer Sicht im Weser-Stadion. Auf der Pressekonferenz nach dem Schlusspfiff blickten beide Trainer auf das Geschehen zurück. Dabei waren die Einschätzungen von Domenico Tedesco und Florian Kohfeldt in vielen Punkten deckungsgleich. Auch Guido Burgstaller und Alexander Nübel gaben ihre Einschätzungen zur 2:4-Niederlage ab. schalke04.de hat die Aussagen des Quartetts notiert.

Domenico Tedesco:

Wir haben gut begonnen. In der ersten Halbzeit waren wir präsent, griffig, aggressiv, hatten viele Balleroberungen, haben viele zweite Bälle gewonnen. Dazu haben wir schnell nach vorne gespielt. Dementsprechend war das 1:0 auch verdient. Nach der ersten oder zweiten Chance von Bremen haben wir uns dann den Ausgleich gefangen. Im zweiten Durchgang war es nach dem 1:2 schwierig. Es war bitter, dass wir uns zuvor für eine gute Phase nicht belohnt haben. Nach dem verwandelten Elfmeter haben sich die Vorzeichen ein Stück weit geändert. Werder konnte kontern, hatte mehr Räume zum Bespielen. Wir sind aber noch einmal zurückgekommen. Für Breel freut es mich sehr, dass er heute doppelt getroffen hat. Am Ende haben wir noch mehr aufgemacht, wollten den Ausgleich erzwingen. So fiel dann in der Schlussminute nach einem Konter das 4:2 für Werder.

Florian Kohfeldt:

Ich kann Domenico Tedesco in ganz vielen Dingen nur zustimmen. In der ersten Halbzeit, in der Phase zwischen der 10. und 30. Minute, müssen wir uns bei Jiri Pavlenka bedanken, dass wir nicht höher als mit 0:1 zurückliegen. Die Schalker haben das sehr gut gemacht, sie waren sehr leidenschaftlich und bissig. Schalke hat sehr schnell in die Spitze gespielt, womit wir nicht klargekommen sind. Wir machen mit unserer ersten klar herausgespielten Chance das Tor zum 1:1. Danach sind wir besser ins Spiel gekommen und haben uns die eine oder andere Torchance erarbeitet. Wenn Schalke in der ersten Halbzeit das 2:0 macht, wird es sehr schwer für uns. Es war insgesamt ein sehr schweres Spiel.

Guido Burgstaller:

Es geht um den Verein und darum, dort unten so schnell wie möglich herauszukommen. Es wird nicht leichter werden, darauf müssen wir uns einstellen. Die Leistung sollte uns aber Auftrieb geben. Wir haben zuvor einige schlechte Spiele gehabt, das heute war ein besseres, da können wir drauf aufbauen. Wir haben mit viel Mut gespielt, so wie wir es in der vergangenen Saison oft gemacht haben. Wir waren unangenehm für den Gegner und das müssen wir beibehalten.

Alexander Nübel:

Wir sind eigentlich gut ins Spiel gekommen und haben das 1:0 gemacht. Mit Breel Embolo und Guido Burgstaller hatten wir eine Menge Kraft vorne im Angriff, die zweiten Bälle haben gepasst, Weston McKennie hat ein gutes Spiel gemacht. Wir bekommen leider relativ schnell den 1:1-Ausgleich, was etwas gedämpft hat. Wir sind positiv aus der Halbzeitpause gekommen und waren überzeugt davon, dass wir das Spiel reißen werden. Nach dem Elfmeter-Gegentor wurde es schwierig für uns, wir haben alles nach vorne geschmissen, alles versucht und uns mit dem Tor zum 2:3 belohnt. Da hatte ich die Hoffnung, dass wir noch Unentschieden spielen können. Wenn du unten drinstehst, schleppst du mental ein Paket mit dir mit. Darauf haben wir reagiert, haben auf die zweiten Bälle gespielt, was wir gut gemacht haben. Das Endergebnis ist einfach sehr ärgerlich.

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