Domenico Tedesco: Vergleichbar mit einem Deutsch-Aufsatz

Nach der Partie im Borussia-Park nahmen sich Domenico Tedesco und Mönchengladbachs Coach Dieter Hecking Zeit, um auf die 90 Minuten zurückzublicken. Dabei ging es unter anderem auch um zwei Schiedsrichterentscheidungen vor dem Seitenwechsel. schalke04.de hat die Aussagen der beiden Fußballlehrer notiert.

Domenico Tedesco nach dem Abpfiff in Mönchengladbach.

Domenico Tedesco:

Ich bin sehr glücklich über die Art und Weise, wie wir gespielt haben. Einzig in den ersten 15 Minuten waren wir nicht gut im Spiel. Den Punkt haben wir uns durch eine engagierte Mannschaftsleistung verdient. Wir haben Vieles kontrolliert und insgesamt wenig zugelassen. Das ist gegen die starke Offensive unseres Gegners mit Thorgan Hazard und auch Lars Stindl gar nicht so einfach. Da hat die Borussia viel Qualität auf dem Platz. Am Ende hatten wir durch Guido Burgstaller sogar noch den Lucky-Punch auf dem Fuß. Mit etwas Glück wäre ein Sieg möglich gewesen. Aber auch mit dem Punkt sind wir nicht unzufrieden.

Bei den beiden Unterbrechungen in der ersten Halbzeit wussten wir jeweils, was der Schiedsrichter gerade checkt. Vor dem Elfmeter war es ein Foul an Daniel Caligiuri. Das wird unser Gegner vermutlich aber anders sehen. Und das kann ich auch verstehen. In der vergangenen Woche haben wir beim Stand von 2:1 gegen Köln einen Elfmeter gegen uns bekommen, den man vielleicht nicht pfeifen muss. Ich denke, diese Situationen sind ein bisschen zu vergleichen mit einem Deutsch-Aufsatz: es liegt immer im Auge des Betrachters. Es exakt zu erklären, wie beispielsweise in der Mathematik, das geht nicht.

Dieter Hecking:

Wir waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft. Nach dem Seitenwechsel war es ein offener Schlagabtausch, wobei die Schalker nach Kontern die besseren Chancen hatten. Für die Zuschauer war es ein unterhaltsames Spiel. Im ersten Durchgang habe ich mich geärgert, dass der Elfmeter zurückgenommen wurde. Ich glaube, dass Daniel Caligiuri das Foul gegen Oscar Wendt provozieren wollte. Deshalb hat der Schiedsrichter aus meiner Sicht im ersten Moment richtig entschieden. Dass er dann wenige Sekunden später seine Entscheidung revidiert, finde ich schon bedenklich. Aber ich muss sie akzeptieren. Ob in der Situation, als Lars Stindl das vermeintliche 2:0 erzielt hat, eine Abseitssituation vorlag, weiß ich nicht. Ich habe die TV-Bilder noch nicht gesehen.

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