Domenico Tedesco: Verunsicherung war zu spüren

Unterschiedlicher hätten die Gemütslagen der beiden Trainer nach dem Abpfiff am Samstag (2.3.) nicht sein können. Während sich Friedhelm Funkel über einen Kantersieg seiner Mannschaft in der VELTINS-Arena freute, war die Enttäuschung bei Domenico Tedesco riesengroß. schalke04.de hat die Aussagen der beiden Fußballlehrer ebenso notiert wie ein Statement von Daniel Caligiuri nach dem Abpfiff.

Domenico Tedesco:

Wir haben es heute extrem schlecht gemacht. Es war leblos, es war brotlos. Schon nach dem zweiten Pass hat man die Verunsicherung gespürt. Wir hatten wahnsinnige Ballverluste, die wir gegen so eine Mannschaft nicht haben dürfen. Auf diese Weise kriegen wir auch die Gegentore. Der Auftritt war mutlos und sehr leer. Die Trainingswoche hatte uns viel Mut gemacht und ein gutes Gefühl gegeben. Im Spiel waren wir aber extrem nervös. Die Fans sind verständlicherweise sehr frustriert. Ich habe mich bei ihnen für die Vorstellung entschuldigt. Das ist das Mindeste, was wir in dieser Situation machen können. Wir sind unten drin in der Misere. Der Charakter ist jetzt gefragt.

Friedhelm Funkel:

Ich freue mich natürlich über den ganz, ganz starken Auftritt meiner Mannschaft hier auf Schalke. Wir haben die Lehren aus der Niederlage im DFB-Pokal gezogen, bei der wir nicht so gut verteidigt haben wie wir das heute getan haben. Wir haben im Spiel nach vorne auf die Schnelligkeit unserer drei Stürmer gesetzt und wollten Umschaltaktionen haben. Diese haben wir heute auch bekommen und gnadenlos ausgenutzt. Die Mannschaft hat sehr diszipliniert gespielt und kaum Tormöglichkeiten von Schalke zugelassen. Ich glaube, dass der Sieg für uns insgesamt auch verdient ist. Wir brauchen noch einige Punkte, um unser Ziel zu erreichen. Aber ich bin davon überzeugt, dass wir diese einfahren werden, wenn wir weiter so auftreten wie zuletzt.

Daniel Caligiuri:

Die Situation ist leider so wie sie ist. Wichtig ist, dass wir für Schalke kämpfen. Spielerische Lösungen sind da erst einmal zweitrangig. Wir müssen zu 100 Prozent Engagement, Mentalität und Kampfgeist zeigen. Das hat Schalke immer ausgezeichnet – und das war heute nicht der Fall.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Das könnte dich auch interessieren

190418_stevens

Huub Stevens: Mit den Fans im Rücken ein gutes Spiel absolvieren

Nach dem aus fußballerischer Sicht gesehen mageren 1:1 beim 1. FC Nürnberg peilt der FC Schalke 04 gegen die TSG 1899 Hoffenheim am Samstag (20.4., 20.30 Uhr) eine deutlich bessere Leistung an, die mit drei Punkten belohnt werden soll. Hinter dem Personal, auf das Chef-Trainer Huub Stevens im Duell mit den Kraichgauern bauen kann, stehen noch einige Fragezeichen.

Weston McKennie

Weston McKennie: Ohne Fußball keine gute Laune

Es war eine Schocknachricht, die den FC Schalke 04 am 22. März in den Morgenstunden ereilte: Weston McKennie musste beim Länderspiel der USA gegen Ecuador verletzt ausgewechselt werden. Wenige Stunden später lieferte eine Untersuchung die bittere Diagnose: Ruptur des vorderen Außenbandes und der äußeren Kapsel.

Matija Nastasic

Matija Nastasic: Habe lange auf diesen Treffer gewartet

Schon mehrfach wurde Matija Nastasic zuletzt von seinen Mitspielern darauf hingewiesen, dass es an der Zeit sei, endlich seinen ersten Treffer in der Bundesliga zu erzielen. Und auch in Interviews kam mehrfach die Frage auf, wann es denn soweit sein wird. Dies gehört nun der Vergangenheit an, in seinem 87 Ligaspiel im S04-Trikot klappte es am Freitag (12.4.) in Nürnberg mit einem Torerfolg.

190413_stambouli

Benjamin Stambouli: Müssen wieder besser spielen

Die Meinung auf königsblauer Seite nach dem 1:1-Unentschieden beim 1. FC Nürnberg am Freitagabend (12.4.) war einhellig: Mit dem Punkt, den der S04 aus dem Max-Morlock-Stadion entführte, war das Team gut bedient. Auch Benjamin Stambouli, der die Mannschaft als Kapitän aufs Feld führte, betonte: „Das war nicht genug, wir müssen wieder besser spielen!“