Domenico Tedesco: Zwei unterschiedliche Halbzeiten

Das Duell mit seinem Kumpel Julian Nagelsmann hat Domenico Tedesco mit 2:1 für sich entschieden. Nach dem Schlusspfiff äußerten sich die beiden Fußballlehrer zu den 90+7 Minuten in der VELTINS-Arena. schalke04.de hat die Aussagen des Duos notiert.

Domenico Tedesco:

Wir haben zwei unterschiedliche Halbzeiten gesehen. In der ersten Hälfte wollten wir mit der Raute und einer gewissen Körperlichkeit vorne auf der Zehn und auf der Doppel-Neun auf zweite Bälle spielen. Wir haben den Gegner so wahrgenommen, dass er damit gewisse Probleme hat. Alles andere presst die TSG gut zu. Auf dem Platz war es leider nicht immer möglich, auf Spielverlagerung zu gehen. Das war unser zweiter Ansatz, den wir uns vorgenommen hatten. Wir haben aber durch eine gute Robustheit und auch viel Mut letztlich Torgefahr ausgestrahlt. Das war sehr gut. Die 2:0-Führung zur Pause war deshalb auch verdient.

Nach der Pause hat Hoffenheim auf 3-4-3 umgestellt. Deshalb haben wir uns recht zügig auch für ein 3-4-3 entschieden. Gegen Ende hat der Gegner dann auf 4-3-3 umgestellt. Wir haben uns daher wie schon zuletzt in München im 5-2-1-2 formiert, um auf Außen mutig und hoch zu verteidigen. Das ist am Ende aber nicht gut gelungen, weil wir dabei zu zögerlich waren. Wir müssen Druck auf den Ball bekommen – das ist beim Gegentor nicht geschehen. In Summe haben wir trotzdem gut gespielt, dabei aber viele Körner gelassen. Wir müssen uns jetzt schnell regenerieren, denn am kommenden Spieltag wartet mit Bayer Leverkusen eine der besten Mannschaften der Bundesliga auf uns. Das wird ein richtiges Brett.

Julian Nagelsmann:

Herzlichen Glückwunsch an Domenico und den FC Schalke 04. Wir haben das Spiel in den ersten 32 Minuten verloren. Da waren wir sehr schläfrig und nicht gierig genug. Wir haben den Gegner kaum in Bewegung bekommen und das Spiel schlecht verlagert. Zudem haben wir in dieser Phase zu viele Fouls gespielt. Und Standards sind nun einmal eine Stärke von Schalke. Das haben wir beim ersten Treffer erleben müssen. Das 2:0 haben wir dann im Prinzip selbst erzielt. Da haben wir uns nicht clever angestellt. In dieser Situation haben wir zu defensiv gedacht. Grundsätzlich möchten wir aber hinten rausspielen, da passieren Fehler. Darüber, dass es ein vermeidbares Gegentor war, müssen wir nicht reden.

In der zweiten Halbzeit waren wir in meinen Augen besser, haben uns am Ende aber nicht mehr belohnt. Gegen eine Mannschaft, die gut verteidigt, ist es aber auch gar nicht so einfach, wenn man 0:2 zurückliegt. In der letzten halben Stunde lag noch das eine oder andere Tor in der Luft. Wenn wir vielleicht noch 30 Minuten länger gespielt hätten, wäre vielleicht noch der Ausgleich gefallen. Aber diese Zeit haben wir logischerweise nicht bekommen.

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