Domenico Tedesco: Zweite Halbzeit war sehr schlecht

Enttäuschte Gesichter bei Chef-Trainer Domenico Tedesco, Kapitän Ralf Fährmann und Neuzugang Sebastian Rudy. Herthas Coach Pal Dardai war aufgrund des zweiten Sieges im zweiten Spiel hingegen vollends zufrieden. schalke04.de hat die Aussagen des Quartetts notiert.

Domenico Tedesco:

Herzlichen Glückwunsch an die Hertha. Wir sind natürlich sehr enttäuscht. Es war unser erstes Heimspiel, die Vorfreude und der Tatendrang waren riesengroß. Trotzdem ist es uns nicht gelungen, das Spiel zu gewinnen. Die Niederlage ist vor allem durch eine sehr schlechte zweite Halbzeit zustande gekommen. Erst in der Schlussviertelstunde haben wir es noch einmal geschafft, Druck auf das Berliner Tor aufzubauen.

Die erste Halbzeit war in Ordnung. Da haben wir im Zentrum allerdings keine Lösungen gefunden. Da haben die Berliner uns in Manndeckung genommen. Deshalb haben wir versucht, viel Betrieb über die Flügel zu machen. Das ist uns gerade mit Yevhen Konoplyanka über links gut gelungen. In unseren Aktionen hätten wir aber noch einen Tick zielstrebiger sein müssen. Zudem hatten wir insgesamt zu viele Ballverluste. Wir wissen nach dem heutigen Tag auf jeden Fall, was wir können und was wir nicht können. Die Dinge, die wir können, werden wir stärken – und die Dinge, die nicht funktioniert haben, werden wir in Zukunft lassen. Da nehme ich mich auch mit in die Verantwortung. In den kommenden Tagen und Wochen werden wir vor allem am Vertikalspiel arbeiten und zusehen, dass die Stürmer bei uns nicht verhungern.

Pal Dardai:

Es war eine Riesenleistung der gesamten Mannschaft. Für uns war es schwer, sich auf Schalke einzustellen. Meine Jungs haben es gut gemacht. Wir hatten gefühlte 100 Jahre nicht mehr auf Schalke gewonnen – deshalb freue ich mich heute gerade für unsere Fans. Am Ende ist der Sieg in meinen Augen auch nicht unverdient. In der zweiten Halbzeit hätten wir schon vor dem späten Treffer einen unserer Konter erfolgreich abschließen können. So wurde es in der Schlussphase noch einmal eng. Da hat Rune Jarstein uns gerettet. Dass Ondrej Duda in der Nachspielzeit ein zweites Mal getroffen hat, freut mich für den Jungen.

Ralf Fährmann:

Wir waren fast das ganze Spiel in Herthas Hälfte. Berlin hatte eine Konterchance, der Schuss wurde abgefälscht und der Ball geht ins Tor. Das ist sehr bitter und ärgerlich. Dieses Glück haben wir zurzeit nicht, aber das müssen wir uns wieder erarbeiten. Die ersten beiden Spiele hätten nicht unbedingt so ausgehen müssen, aber sie sind so ausgegangen – und aus dieser Situation müssen wir uns jetzt rausboxen. Ich habe schon in der vergangenen Saison gesagt, dass auch negative Phasen kommen werden, aus denen muss man dann noch gestärkter hervorgehen. Und das werden wir auch tun. Viele Spieler sind jetzt bei der Nationalmannschaft, die werden ein paar neue Eindrücke haben und den Kopf freibekommen. Ich bleibe hier, werde Vollgas geben und ordentlich malochen.

Sebastian Rudy:

Ich hatte gehofft, dass wir heute die drei Punkte hierbehalten, was uns leider nicht gelungen ist. Meiner Meinung nach waren wir besser im Spiel, Hertha hat eine Unachtsamkeit von uns ausgenutzt, das Tor geschossen, sich danach hinten reingestellt und auf Konter gespielt. Für uns war es dann schwer, unsere Offensivspieler so ins Spiel zu bringen, dass sie zu klaren Torchancen kommen. Im Großen und Ganzen war es keine schlechte Partie von uns. Wir müssen ein, zwei Kleinigkeiten ändern und dann wird es in zwei Wochen ganz anders aussehen.

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