Eins aus acht und null aus sechs: königsblaue Derby-Serien

Niederlagen im Derby entwickeln sich aus königsblauer Sicht zu einer Rarität - erst recht für einen Schalker Profi. Die Fans in der ausverkauften VELTINS-Arena sorgten nicht nur für grandiose Stimmung, sondern erlebten auch ein Bundesliga-Novum. Hier kommen die Zahlen des Spieltags.

Jüngste Derby-Bilanz ist weiter positiv

Nur ein einziges Mal mussten sich die Knappen in den letzten acht Duellen (bei zwei Siegen und fünf Remis) dem Revierrivalen geschlagen geben, beim Heimspiel in der Hinrunde der vergangenen Saison (1:2). Dies war zugleich die einzige Heimniederlage in den letzten sechs Derbys in der VELTINS-Arena. Überhaupt gab es in diesem Jahrtausend deutlich mehr Schalker Siege (15) als Dortmunder (9), zudem 16 Remis. In der Bundesliga-Bilanz bleiben die Knappen nach dem 95. Aufeinandertreffen weiterhin einen Sieg hinter dem BVB (32:33). Im Rückspiel am 26. Spieltag bietet sich erneut die Möglichkeit, die Bilanz auszugleichen.

Zurückerlangte Heimstärke dank starker Unterstützung

Zugegeben: Die königsblaue Heimbilanz in 2019 las sich lange Zeit nicht gut. Doch inzwischen zeigen die Knappen auf eigenem Platz wieder ein anderes Gesicht, ging von den letzten sieben Begegnungen in der VELTINS-Arena doch nur das Duell mit Meister Bayern München am zweiten Spieltag verloren. Großen Anteil daran haben die Schalker Fans, die in der mit 62.271 Zuschauern ausverkauften VELTINS-Arena für eine grandiose Stimmung sorgten. Doch nicht nur die Lautstärke passte: Eine Choreografie aus einem Fahnenmeer und dem Schriftzug „Egal ob jung, ob alt – ob groß, ob klein – Schalke für immer mein Verein!“ verpasste dem Revierderby auch optisch einen glanzvollen Rahmen. Für die kommenden Heimspiele – insbesondere für die Partien gegen Eintracht Frankfurt (15.12., 18 Uhr) und den SC Freiburg (21.12., 15.30 Uhr) gibt es auf store.schalke04.de noch ausreichend Tickets.

Stamboulis Serie bleibt bestehen

„Es ist mein großer Wunsch, dass meine positive Serie weiterhin Bestand hat“, sagte Benjamin Stambouli vor seinem sechsten Einsatz im Revierderby. Die vorherigen fünf endeten allesamt ohne Niederlage. Das 1:2 aus der Hinrunde der vergangenen Saison verfolgte der Franzose von der Bank aus. Nicht zuletzt dank der starken Abwehrarbeit, zu der Stambouli selbst maßgeblich beitrug, erfüllte sich Stamboulis Wunsch am Samstag: Auch im sechsten Anlauf bleibt der Vizekapitän gegen den BVB ungeschlagen. „Darüber bin ich sehr froh“, sagt der Verteidiger, der im Rückspiel jedoch gerne wieder einen Sieg bejubeln möchte.

Bundesliga-Novum im Revier-Klassiker

Es klingt ein wenig paradox, steht doch gerade ein Derby sinnbildlich für Kampf, Leidenschaft und mitunter auch Spektakel. Tore bedarf es dafür jedoch nicht immer: Zum elften Mal trennten sich die Reviernachbarn in der Bundesliga torlos – keine andere Paarung endete so häufig 0:0. Überhaupt ist ein Remis im Derby alles andere als eine Seltenheit: Gegen keinen Verein spielten die Königsblauen so oft unentschieden wie gegen den BVB (30 Mal). Im Duell am Samstag blieben die Knappen zudem erstmals seit Februar 2006 wieder ohne Heimtor gegen Dortmund, als die Partie ebenfalls 0:0 ausgegangen war.

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