Enttäuscht von der Leistung, Verständnis für die Fans

Wie wichtig der eine Punkt ist, den der FC Schalke 04 am Freitagabend (12.4.) beim 1. FC Nürnberg geholt hat, wird sich wohl erst am Ende der Saison final zeigen. Klar ist: Spieler und Verantwortliche waren mit der Darbietung auf dem Platz nicht zufrieden und konnten den Unmut der königsblauen Anhängerschaft auf den Rängen nach dem Abpfiff verstehen.

„Nach solch einer Leistung muss man das aushalten können. Die Reaktion ist nachvollziehbar“, sagt Sportvorstand Jochen Schneider nach dem 1:1 des S04 in Nürnberg, der die Leistung der Mannschaft als „enttäuschend“ bezeichnet. Bei den Niederlagen gegen Werder Bremen und Eintracht Frankfurt seien die Auftritte deutlich ansprechender gewesen. „Wir haben zuletzt gezeigt, dass wir anders auftreten können. Heute war das von der Leistung her gesehen ein Rückschritt“, bewertet Schneider die 90 Minuten beim Club.

Nübel bewahrt S04 vor dem Rückstand

Mann des Spiels aufseiten der Knappen war ohne Frage Torwart Alexander Nübel, der in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit nicht nur einen Strafstoß von Hanno Behrens abwehrte, sondern sein Team mehrfach mit starken Paraden vor dem Rückstand bewahrte. „Wir können uns bei Alexander Nübel bedanken, dass wir die Chance hatten, den Ausgleich noch zu machen“, weiß Schneider.

Im Nürnberger Max-Morlock-Stadion fanden die Knappen nie richtig zu ihrem Spiel, die besseren Tormöglichkeiten verzeichneten die Gastgeber. Folgerichtig fiel in der 82. Minute durch Yuya Kubo der 1:0-Führungstreffer für den FCN. „Nürnberg war 70 Minuten lang klar die bessere Mannschaft und hätte sicherlich mehr verdient gehabt“, sagt Guido Burgstaller in der Nachbetrachtung der Partie bei seinem Ex-Verein. Das Pressing der gesamten Mannschaft habe nicht funktioniert, zudem sei das Passspiel zu langsam gewesen, sodass sich das Team zu selten gefährlichen Torchancen habe erspielen können. „Das war einfach zu wenig“, bemängelt der Angreifer.

Ich bin glücklich, dass ich den Ausgleich erzielt habe.

Matija Nastasic

Trotzdem reisten die Knappen am Samstag nicht mit leeren Händen zurück nach Gelsenkirchen. Rund 120 Sekunden nach der Führung für die Gastgeber glich Matija Nastasic aus. Der Verteidiger hielt nach einem Schuss von Omar Mascarell im Anschluss an eine Ecke von Sebastian Rudy im richtigen Moment den Fuß hin und netzte zum Ausgleich ein. Im 87. Bundesligaspiel war es der erste Treffer im deutschen Fußball-Oberhaus für den Serben. „Ich bin glücklich, dass ich den Ausgleich erzielt habe“, sagt Nastasic, fügt aber auch hinzu, dass er mit der gezeigten Leistung des Teams nicht zufrieden sei. „Wir wollten zeigen, dass wir uns verbessert haben, aber heute war nicht unser Tag. Ich kann es im Moment noch nicht erklären. Wir müssen die Partie erst analysieren“, sagt der Innenverteidiger.

Andere Leistung zeigen gegen Hoffenheim

In der kommenden Woche wollen die Knappen es dann wieder deutlich besser machen, wenn am Karsamstag (20.4.) die TSG 1899 Hoffenheim in der VELTINS-Arena gastiert. Für Burgstaller sei es nun entscheidend, sich gemeinsam aus der schwierigen Situation zu befreien. „Wir müssen weiter an uns glauben“, betont der Stürmer. Schneider sagt im Hinblick auf das Duell mit den Kraichgauern: „Gegen Hoffenheim brauchen wir eine andere Einstellung, eine andere Leistung, damit wir in der Lage sein werden, zu punkten.“ Nun stünden noch fünf ganz wichtige Spiele im Abstiegskampf an, in denen noch einige Zähler eingesammelt werden sollen. Schneider: „Da müssen wir jetzt durch!“

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