Enttäuschung ja, Sorgen nein

Vor allem ein Wort war am späten Dienstagabend (19.9.) häufig in den Katakomben der VELTINS-Arena zu hören: unglücklich. Es macht deutlich, dass für die Knappen gegen Bayern München mehr möglich gewesen wäre als eine 0:3-Niederlage. Doch der Blick geht bereits wieder nach vorn.

Das Ergebnis spricht eine klare Sprache. „Am Ende steht es 0:3, das klingt deutlich“, stellte Leon Goretzka nach der Partie gegen den Rekordmeister ernüchtert fest, um jedoch gleich zu relativieren: „Es war ein extrem unglücklicher Spielverlauf. In der ersten Halbzeit haben wir unseren Plan sehr gut umgesetzt und leidenschaftlich verteidigt. Es hat uns einfach ein Tor gefehlt, das hätte die ganze Arena zum Beben gebracht.“ Kontergelegenheiten waren vorhanden, allerdings „hätten wir diese besser zu Ende spielen müssen. Wir haben leider oft die falsche Entscheidung getroffen“, so der deutsche Nationalspieler.

Eine aus Sicht der Königsblauen zumindest zweifelhafte Entscheidung führte Mitte der ersten Halbzeit zum 0:1. Naldo sprang der Ball bei einer Abwehraktion im Strafraum an den Arm. Schiedsrichter Marco Fritz entschied zunächst auf Eckball, ehe er sich von seinem Video-Assistenten umstimmen ließ: Elfmeter. „Ich habe mich in der Situation sehr aufgeregt, da uns auf den Schiedsrichter-Schulungen vor der Saison erklärt wurde, dass es keinen Elfmeter gibt, wenn der Ball vom Körper an die Hand prallt“, sagte Ralf Fährmann, der eine Parallele zu einer vergleichbaren Situation beim Spiel in Hannover zog: „Dort gab es nach Videobeweis keinen Elfmeter für uns.“

Allerdings betonte der Schlussmann, dass er die Niederlage „nicht an diesem Treffer festmachen möchte.“ Christian Heidel schloss sich dieser Sichtweise an: „Wenn Bayern einen guten Tag hat, wird es ganz schwierig. Das haben wir heute zu spüren bekommen.“ Nach der Führung agierten die Münchner dominant und ließen den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen. „Da kriegst du keinen Zugriff mehr und kommst einfach nicht mehr an den Ball. Daher hatten wir am Ende auch nicht verdient, Punkte hierzubehalten“, lautete Goretzkas ehrliches Fazit.

Aufgrund der Vielzahl an vergebenen Chancen haderte der 22-Jährige dennoch mit dem Spielausgang. „Heute Abend darf jeder Schalker enttäuscht sein, weil ich der festen Überzeugung bin, dass heute mehr drin war. Morgen früh stehen wir auf und geben wieder Vollgas“, erklärte Goretzka mit Blick auf die Partie am Samstag (23.9.) bei 1899 Hoffenheim, wo er mit seinem Team den nächsten Entwicklungsschritt gehen möchte: „Fußball ist ein Ergebnissport. Aber auch aus Niederlagen können wir einige Dinge mitnehmen. Dass Wichtigste ist, dass die Entwicklungskurve nach oben geht. Das wird sich dann langfristig auch in den Ergebnissen widerspiegeln.“

Trotz des enttäuschenden Resultats gegen den FC Bayern blickt auch Fährmann mit Optimismus auf den Abschluss der englischen Woche in Hoffenheim: „Wir haben gekämpft und uns in die Zweikämpfe geschmissen. Leider haben wir es verpasst, uns selbst zu belohnen. Ich mache jedoch niemandem einen Vorwurf, sondern lieber ein Kompliment an die Mannschaft, dass wir so aufgetreten sind. Wenn wir die Leistung bestätigen können, werden wir auch weiter punkten. Da mache ich mir gar keine Sorgen.“

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