Gemeinsam über den Schweinepunkt gegangen

Fünf Niederlagen, Platz 18 in der Bundesliga. Es sah trist aus nach der unglücklichen Niederlage vor anderthalb Wochen beim SC Freiburg. Nach dem 2:0-Erfolg am Samstag (6.10.) bei Fortuna Düsseldorf - dem dritten Sieg in Serie - ist der FC Schalke 04 dank königsblauer Tugenden aber wieder in der Spur. Die Maloche in der Englischen Woche war anstrengend, aber sie hat sich gelohnt.

„Nach der Russland-Reise wollten wir über den Schweinepunkt gehen. Das ist uns gut gelungen“, erklärt Guido Burgstaller, der in Düsseldorf sein erstes Saisontor erzielte. Der Treffer sei ein Stück weit befreiend gewesen, gibt er zu. Gleichzeitig unterstreicht der österreichische Nationalspieler aber: „Wichtiger als eigene Tore sind mir immer Siege der Mannschaft.“

Heidel: Da bekomme ich eine Gänsehaut

Aussagen wie diese unterstreichen den königsblauen Zusammenhalt, der auch nach den fünf Auftaktpleiten nicht gelitten hatte. „Ich habe nach den Niederlagen gesagt, dass man spürt, wie gefestigt wir als Club sind“, beschreibt Christian Heidel. „Und wenn ich die Unterstützung unserer Fans betrachte, bekomme ich einfach eine Gänsehaut. Der Zusammenhalt zwischen Mannschaft und Fans ist außergewöhnlich.“ Das sei, so Heidel, nach der Partie auch Thema im Mannschaftskreis auf dem Spielfeld gewesen, nachdem Domenico Tedesco zuvor jeden Spieler umarmt und abgeklatscht hatte.

Siege sind in einer Situation wie unserer enorm wichtig, unabhängig von der Tabelle.

Domenico Tedesco

„Wir sind überglücklich, dass wir erneut drei ganz wichtige Punkte geholt haben. Siege sind in einer Situation wie unserer enorm wichtig, unabhängig von der Tabelle“, sagt der Chef-Trainer. „Das 1:0 war wichtig für die Brust, den Kopf und natürlich auch für die Ruhe und den Spielverlauf.“ Schütze des ersten Tores war wie schon in Moskau Weston McKennie.

Heidel schwärmt: „Weston hat die Gabe, dass er offensiv und defensiv spielen kann. Deshalb sind wir sehr froh, dass wir ihn in der Mannschaft haben.“ Lobende Worte findet der Sportvorstand auch für den zweiten Torschützen des Nachmittags. „Ich freue mich für Burgi, dass er getroffen hat. Dieses Tor hat ihm gefehlt. Er hat geackert, gemacht und getan, jetzt hat er sich auch belohnt.“

Fährmann: Wir-Gefühl ist überragend

Anerkennung gibt es auch vom Trainer des Gegners. „Ich bin überzeugt, dass die Schalker in den kommenden Wochen noch viele Punkte holen werden“, so Friedhelm Funkel, der seit 21 Jahren nicht mehr gegen die Knappen gewinnen konnte. Vielleicht wäre es aber anders gekommen, wenn Benito Raman nach vier Minuten die riesengroße Chance zum 1:0 für die Fortuna genutzt hätte. „Bei dieser Szene ist mir das Herz kurz stehen geblieben“, verrät Heidel. „Zum Glück hat sich das Blatt aber gewendet, wir gewinnen die Spiele wieder. Allerdings dürfen wir jetzt nicht denken, dass es so weitergeht. Es gilt, Tag für Tag weiter hart zu arbeiten. Das wird unsere Mannschaft aber auch machen. Die Jungs sind eine Einheit, die zusammen erfolgreich sein will.“

Kapitän Ralf Fährmann ist stolz, dass die Mannschaft die schwierige Phase gemeinsam überstanden hat. „Wir haben immer wieder Nackenschläge kassiert, deshalb freut es mich ungemein, dass wir die Englische Woche mit drei Siegen abschließen – und für mich als Torwart ganz schön: Zu Null“, so der Keeper, dem es nach dem Abpfiff in Düsseldorf wichtig war, dass nicht nur die Mannschaft zu den Fans vor die Kurve geht, sondern auch der gesamte Trainer- und Betreuerstab. Fährmann: „Jeder Einzelne hat seinen Anteil an den Siegen gegen Mainz, Moskau und Düsseldorf! Dieses Wir-Gefühl ist überragend!“

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