Guido Burgstaller: Hungrig auf Balleroberungen

Unmittelbar nach dem Spiel in Leipzig sprach David Wagner von seinen „Laktat-Junkies“. Er sei auf die Laufdaten gespannt, meinte der Chef-Trainer. Und behielt mit seiner Vermutung recht. Die Königsblauen spulten satte 124,4 Kilometer während der 90 Minuten ab - zwei Kilometer mehr als RB. Laufstärkster Akteur auf dem Rasen war Guido Burgstaller mit 12,74 Kilometern.

Der Österreicher belegte auch in zwei anderen Rankings den Spitzenwert des Tages. Er zog die meisten Sprints an (39) und absolvierte überdies auch die meisten intensiven Läufe (99.). Zum Vergleich: Leipzigs Dayot Upamecano war sprintstärkster Kicker seines Teams (25), Marcel Sabitzer lag bei den intensiven Läufen des bisherigen Tabellenführers vorne (81).

Als geschlossene Einheit aufgetreten

„Niemand war sich zu schade, die Wege für seinen Nebenmann zu gehen“, beschreibt Burgstaller eine der Erfolgsformeln des 3:1-Sieges in Leipzig. „Wir haben gekämpft, wir haben Mentalität gezeigt, wir sind als geschlossene Einheit aufgetreten. Und wir waren hungrig auf Balleroberungen“, so der 30-Jährige. „Es hat einfach alles zusammengepasst.“

Es hat einfach alles zusammengepasst.

Guido Burgstaller

Den Sieg erarbeiteten sich die Knappen aber nicht nur während der 90 Minuten auf dem Platz. Bereits in der Vorbereitung auf die Partie investierte der S04 viel Zeit, um ein positives Ergebnis zu erzielen. Ein Beispiel gefällig? Der Führungstreffer von Salif Sané war kein Zufall. „Dass der einstudierte Eckball so perfekt funktioniert hat, war einfach weltklasse. Genau diese Situation haben wir zwei Tage vor dem Spiel trainiert“, verrät Burgstaller.

Auch die Umschaltmomente, von denen einer zum zwischenzeitlichen 3:0 durch Rabbi Matondo geführt hatte, seien Teil des Matchplans gewesen. „David Wagner hat uns in der Trainingswoche hervorragend auf das Spiel in Leipzig eingestellt“, sagt der Angreifer. „Gepaart mit unserer Mentalität, die wir auf dem Platz gezeigt haben, war das unser Erfolgsrezept.“ Burgstaller meint, dass in Leipzig nicht viele Mannschaften gewinnen werden. Er weiß aber auch: „Wir müssen jetzt gegen Köln nachlegen und dürfen uns nicht ausruhen!“

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