Guido Burgstaller: Wir haben eine geile Truppe

Domenico Tedesco war nach dem 2:0-Erfolg seines Teams sichtlich erleichtert. Der Chef-Trainer hob die Leistungssteigerung im zweiten Durchgang hervor und betonte, wie wichtig der 1:0-Führungstreffer für sein Team war. Fortuna-Coach Friedhelm Funkel ärgerte sich vor allem über die vergebene Großchance in der ersten Halbzeit, Guido Burgstaller und Weston McKennie sprachen über ihre Tore und den Zusammenhalt im Team.

Domenico Tedesco:

Wir sind überglücklich über die wichtigen drei Punkte, es war kein einfaches Spiel. Düsseldorf war wie wartet sehr aggressiv und hatte eine gute Zweikampfquote. Die Partie war im ersten Durchgang sehr zerfahren. Wir haben es immer wieder mit langen Bällen in den Rücken der Fünfer-Abwehrkette versucht, haben aber die letzte Torgefahr nicht auf den Platz bekommen, auch weil wir die Eins-gegen-eins-Situationen im letzten Offensivdrittel nicht gewonnen haben. Wir hatten uns für die zweite Halbzeit fest vorgenommen, noch mehr in den gegnerischen Sechzehner zu kommen – und das haben die Jungs super gemacht. Das 1:0 war wichtig für die Brust, den Kopf und natürlich auch für die Ruhe und den Spielverlauf. Hätte das Abseits-Tor der Fortuna in der 80. Minute gezählt, hätte es noch mal eklig werden können. Siege sind in einer Situation wie unserer enorm wichtig, unabhängig von der Tabelle. Weston McKennie hat in Moskau schon ein sehr wichtiges Tor erzielt und hat auch jetzt wieder die Tür zum Sieg geöffnet. Er ist ein sehr junger und ein sehr guter Spieler, der viel Mentalität hat und sich im Spiel niemals ausruht.

Friedhelm Funkel:

Die Mannschaft hat auch heute wieder ein gutes Heimspiel gezeigt. Die Statistiken belegen, dass es ein ausgeglichenes Spiel war, in dem wir in der ersten Halbzeit das bessere Team waren. Nach vier Minuten hatten wir eine große Möglichkeit. Solche Großchancen müssen wir nutzen, um gegen Teams wie Schalke auch mal in Führung zu gehen. Es ist sehr schade, dass wir direkt nach Beginn der zweiten Halbzeit das 0:1 kassieren. Bei der Szene haben wir zu passiv verteidigt. Auch nach dem 0:2 ist die Mannschaft nicht zusammengebrochen und wir haben weiter nach vorne gespielt. Wenn du die Möglichkeiten nicht nutzt, dann ist es schwer, Spiele zu gewinnen, aber die Leistung der Mannschaft war erneut gut. Wir müssen aber cleverer und abgebrühter werden. Wir werden den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern weiter versuchen uns Tormöglichkeiten zu erarbeiten und dann werden wir auch wieder Spiele gewinnen.

Guido Burgstaller:

Wir sind auf dem richtigen Weg, so müssen wir weitermachen. Dass wir nach der anstrengenden Rückreise aus Russland so gefightet haben, spricht für unsere Truppe. Das Team ist charakterlich einwandfrei. Respekt an meine Mitspieler, da hat sich jeder Einzelne für den Erfolg der Mannschaft zerrissen. In der ersten Hälfte haben wir etwas Kraft gespart, damit wir nach der Pause durchstarten (lacht). Nein, so war es nicht. Wir haben in der Halbzeit etwas umgestellt, das hat gefruchtet. Dank Westons schnellem Treffer waren wir schnell in der Spur, defensiv standen wir zudem sehr kompakt und haben kaum etwas zugelassen. Ich bin froh, dass ich wieder getroffen habe. Wichtiger ist mir aber, dass wir gewonnen haben!

Weston McKennie:

Wir haben die richtige Balance zwischen Fußball spielen und kämpfen gefunden. Dass uns nach der Partie in Moskau in Düsseldorf ein schweres Spiel erwartet, war uns im Vorfeld bewusst. Darauf hat uns auch der Trainer eingestellt. Ich bin froh, dass ich der Mannschaft heute nach dem Treffer in der Champions League erneut mit einem Tor helfen konnte. Das ist einfach ein geiles Gefühl. Nach den beiden Toren hebe ich aber nicht ab. Ich bleibe auf dem Boden und weiß, dass ich noch weiter hart an mir arbeiten muss. Mir gibt es ein gutes Gefühl, dass der Trainerstab und die Mannschaft mir vertrauen.

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