Huub Stevens: Dann wird es für jeden Gegner schwierig

Nach der bitteren Last-Minute-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt steht für die Knappen am Freitag (12.4., 20.30 Uhr) die nächste wichtige Aufgabe an. In der Partie beim 1. FC Nürnberg könnten mehrere Spieler wieder mitwirken, die zuletzt aus unterschiedlichen Gründen gefehlt hatten.

Mit Weston McKennie (Außenbandverletzung) und Salif Sané (muskuläre Probleme) absolvieren zwei zuletzt nicht einsatzfähige Schalke-Profis wieder die Übungseinheiten. „Weston hat am Mittwoch ohne Probleme mittrainiert“, berichtet Stevens. Sollte der US-Amerikaner keine Reaktion auf seine alte Verletzung verspüren, dürfte er genauso wie Sané wieder in den Kader rücken. „Salif hat am Dienstag ein Einzeltraining absolviert, dort viel gearbeitet und ist bislang schmerzfrei“, verrät Stevens über den Gesundheitszustand des Innenverteidigers. „Doch wenn eine Reaktion da ist, ist das Risiko zu groß, ihn auflaufen zu lassen. Aber wir hoffen natürlich, dass er spielen kann.“

Bentaleb mit guten Trainingseindrücken

Mit Nabil Bentaleb, der vor drei Wochen aufgrund einer disziplinarischen Verfehlung in die U23 versetzt worden war und seit Dienstag wieder bei den Profis mittrainiert, hat Stevens eine weitere Option in der Hinterhand – zumal Suat Serdar nach seinem Platzverweis aus dem Spiel gegen Frankfurt fehlen wird. „Ich hatte mir Trainingseinheiten von Nabil Bentaleb in der U23 angeschaut, um mir auch selbst eine Meinung zu machen“, verrät Schalkes Chef-Trainer. Bentaleb hinterlasse im Training einen guten Eindruck, habe seine Verletzung auskuriert und sei fit für das Spiel beim Club, so Stevens weiter.

Trotz der 1:2-Niederlage gegen Frankfurt war der 65-Jährige mit der Leistung und insbesondere der Entwicklung seiner Mannschaft zufrieden. „Ich finde, dass wir Schritte in die richtige Richtung machen“, sagt Stevens. Gegen Frankfurt und auch zuvor gegen Bremen habe seine Mannschaft besser gespielt als beim 1:0-Sieg in Hannover. „Es ist schade, dass wir uns für die harte Arbeit gegen eine frischere Mannschaft nicht belohnt haben“, blickt Stevens ein letztes Mal auf das Spiel gegen die Hessen zurück.

Es ist schade, dass wir uns für die harte Arbeit gegen eine frischere Mannschaft nicht belohnt haben.

Huub Stevens

Um am Freitag die wichtigen Punkte im Max-Morlock-Stadion einzufahren, müsse sein Team erneut versuchen, hinter die Organisation des Gegners zu kommen. Diese müsse nicht immer in der Abwehr liegen, sondern könne sich auch im Mittelfeld befinden. „Das macht man am besten mit vertikalen Bällen“, verrät Stevens, der einen noch schnelleren Kombinationsfußball von seinen Schützlingen sehen möchte. „Ich denke, dass wir dazu auch die passenden Spieler haben.“

Alter der Spieler spielt für Stevens keine Rolle

Mit welchen Akteuren er die Aufgabe bei den Franken angeht, wird sich erst nach den letzten Trainingseinheiten entschieden. Das Alter spielt für den Chef-Trainer trotz des größer werdenden Drucks im Abstiegskampf keine Rolle. „Meistens ist es so, dass ein jüngerer Spieler unbekümmerter ist, dann kann man auch davon profitieren“, weiß der erfahrene Coach.

Der Niederländer ist davon überzeugt, dass Spielglück und Erfolg bald wieder zurückkehren werden – erst recht, wenn sein Team die klassischen Schalker Tugenden abruft. „Dann wird es für den Gegner schwierig, gegen uns zu bestehen“, ist sich Stevens sicher.

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