Huub Stevens: Einzelne gute Phasen reichen im Derby nicht aus

Die sportlichen Vorzeichen vor dem 154. Pflichtspielderby am Samstag (27.4., 15.30 Uhr, live in der ARD und auf Sky) könnten besser sein. Während der FC Schalke 04 als Tabellenfünfzehnter bei noch vier ausstehenden Spielen in der laufenden Saison sechs Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz hat, darf sich Borussia Dortmund mit nur einem Punkt Rückstand auf Spitzenreiter Bayern München Hoffnungen auf den Titel machen.

„Wir können nicht leugnen, dass der Gegner um die Meisterschaft spielt und wir um etwas anderes“, sagt Chef-Trainer Huub Stevens und fügt hinzu, dass beide Teams ein positives Resultat anstreben müssen, um ihre Ziele erreichen zu können. „Die eine Mannschaft hat dabei aber positiveren Druck als die andere. Aber beide haben ihn, beide müssen damit umgehen“, so der 65-Jährige. Gleichzeitig unterstreicht er aber auch: „Dieses eine Spiel hat nichts mit der Tabelle zu tun.“

Nicht zu tief stehen, offensiv Lösungen suchen

Die Schwarz-Gelben sind in der laufenden Saison auf eigenem Platz noch ungeschlagen (13 Siege, zwei Unentschieden). Diese Serie sei bemerkenswert, dennoch dürfe sich seine Mannschaft nicht beeindrucken lassen, meint Stevens, denn „jedes Spiel geht bei 0:0 los. Der BVB kann sicherlich schnell kombinieren. Da müssen wir sofort voll konzentriert sein, vorausschauend spielen und die richtige Antwort geben. Wir dürfen aber auch nicht zu tief stehen, sondern müssen offensiv Lösungen suchen und Akzente setzen.“

Jedes Spiel geht bei 0:0 los.

Huub Stevens

Wichtig sei es, die eigenen Qualitäten ins Spiel zu bringen. „Und das müssen wir 90 Minuten lang machen und nicht nur in einzelnen Phasen“, fordert der Coach und denkt dabei an einige Auftritte der Königsblauen aus der jüngeren Vergangenheit. Stevens: „Gute Phasen haben wir schon, aber dann fallen diese wieder weg. Ich hoffe, dass die Jungs, die am Samstag spielen, wissen, was gefragt ist.“

Quintett fehlt verletzt

Welche Anfangsformation er im Derby auf das Feld schicken wird, verrät Stevens aber noch nicht. Verzichten muss der Chef-Trainer bei seinen Planungen auf Yevhen Konoplyanka, Sascha Riether, Alessandro Schöpf, Steven Skrzybski und Mark Uth, die allesamt verletzt ausfallen.

Auch Nabil Bentaleb wird nicht spielen. Der Algerier wird aufgrund einer erneuten disziplinarischen Verfehlung bis auf Weiteres wieder bei der U23 trainieren. „Ich gehe nicht in die Details, aber diese Entscheidung habe ich nicht ohne Grund getroffen. Es ist schade, aber es ging nicht anders“, erklärt Stevens.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Das könnte dich auch interessieren

190905_scps04

#SCPS04: Infos rund ums Spiel

Der 4. Spieltag in der Bundesliga steht an: schalke04.de hat alle relevanten Informationen zum Duell mit dem SC Paderborn 07 am Sonntag (15.9., 18 Uhr) zusammengestellt. Der Aufsteiger ist mit einem Punkt in die Saison gestartet.

190830_fans

Spieltage 7 bis 13 zeitgenau angesetzt - Derby steigt samstags

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat am Mittwoch (4.9.) die Spieltage 7 bis 13 terminiert. Das Revierderby gegen den schwarz-gelben Nachbarn findet am Samstag, 26. Oktober, um 15.30 Uhr statt. Die Königsblauen treten insgesamt einmal am Freitagabend, dreimal am Samstagnachmittag, einmal am Samstagabend und zweimal am Sonntagabend an.

190902_schoepf

Alessandro Schöpf: Freue mich riesig, wieder zurück zu sein

Neben der sportlich überzeugenden Darbietung, die am Samstag (31.8.) in einem verdienten 3:0-Heimsieg gegen Hertha BSC mündete, war sie ein weiteres Highlight des Spiels: die Einwechslung von Alessandro Schöpf in der 88. Minute. Sieben Monate musste der Mittelfeldspieler auf einen Einsatz bei den Profis warten, nachdem er sich im Januar – ausgerechnet beim Auswärtsspiel in Berlin – schwer am Knie verletzt hatte.

190901_kenny

Jonjoe Kenny: Ein unglaubliches Gefühl

Mit einer satten Direktabnahme erzielte Jonjoe Kenny gegen Hertha BSC am Samstag (31.8.) in der 85. Minute den Treffer zum 3:0-Endstand. Es war die persönliche Belohnung für eine ganz starke Leistung, die der Engländer im Duell mit den Berlinern zeigte.