Huub Stevens: Mit den Fans im Rücken ein gutes Spiel absolvieren

Nach dem aus fußballerischer Sicht gesehen mageren 1:1 beim 1. FC Nürnberg peilt der FC Schalke 04 gegen die TSG 1899 Hoffenheim am Samstag (20.4., 20.30 Uhr) eine deutlich bessere Leistung an, die mit drei Punkten belohnt werden soll. Hinter dem Personal, auf das Chef-Trainer Huub Stevens im Duell mit den Kraichgauern bauen kann, stehen noch einige Fragezeichen.

Neben den Langzeitverletzten Alessandro Schöpf und Mark Uth droht auch Steven Skrzybski, der in dieser Saison immer wieder mit Blessuren zu kämpfen hatte, auszufallen. „Bei Steven sind am Donnerstag Untersuchungen, danach wird man sehen, ob er ein Thema für das Spiel ist“, sagt Stevens. Zudem sind die Einsätze von Breel Embolo und Cedric Teuchert fraglich. Beide waren zu Beginn der Woche krank. „Breel konnte am Mittwoch schon wieder trainieren, ich hoffe, dass er die Kraft für einen Einsatz am Samstag hat“, sagt Stevens. Im Fall von Teuchert werden die letzten Trainingseinheiten vor dem Spiel darüber entscheiden, ob der Stürmer eine Option für den Kader sein wird.

Positive Signale von der Mannschaft

Mit Ahmed Kutucu hat Stevens eine weitere Offensivkraft in der Hinterhand, doch auch der 19-Jährige war zuletzt nicht ganz fit. „Ahmed war erkrankt und konnte am Anfang der Woche nicht mittrainieren“, verrät der niederländische Chef-Trainer. „Ich hoffe, dass er am Samstag die nötige Kraft hat. Wenn nicht, dann haben wir auch andere Optionen.“

Nach dem insbesondere im Offensivspiel nicht zufriedenstellenden Match beim 1. FC Nürnberg am vergangenen Spieltag ist Stevens guter Dinge, dass von seinem Team gegen Hoffenheim eine Reaktion kommen wird. „In dieser Woche habe ich wieder positive Signale von der Mannschaft gesehen“, sagt der 65-Jährige und betont: „Wer es jetzt noch nicht kapiert hat, in welcher Situation wir uns befinden, der wird es auch nicht mehr kapieren.“

Wer es jetzt noch nicht kapiert hat, in welcher Situation wir uns befinden, der wird es auch nicht mehr kapieren.

Huub Stevens

Nachdem die Königsblauen in dieser Saison gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte nur selten erfolgreich gewesen sind, sei es nun an der Zeit, zu zeigen, dass die Mannschaft in der Tabelle weiter nach oben gehöre. Doch Stevens weiß auch: „Wenn du da unten einmal reinrutschst, dann ist es nicht einfach, da wieder herauszukommen.“

Mit Schalke-Tugenden aus aktueller Situation befreien

Er selbst versuche, den Druck von der Mannschaft zu nehmen, betont aber zudem, dass es umso besser sei, „wenn das die Mannschaft selbst tut – durch Leistung“. Mit Auftritten wie zuletzt in Nürnberg könne man nicht zufrieden sein, dementsprechend seien die Fanreaktionen nach Abpfiff absolut verständlich gewesen. „Die Spieler waren selbst auch enttäuscht“, betont Stevens, der den Blick aber längst nach vorne gerichtet hat. „Jetzt geht es darum, das hinter uns zu lassen und gemeinsam – mit den Fans im Rücken – ein gutes Spiel zu absolvieren. Und zwar mit den Schalke-Tugenden, die in der aktuellen Situation umso mehr gefragt sind.“

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