Huub Stevens: Wenn die Basis stimmt, haben wir eine gute Chance

Mit Eintracht Frankfurt empfängt der FC Schalke 04 am Samstag (6.4.) um 15.30 Uhr eine Mannschaft in der VELTINS-Arena, die wettbewerbsübergreifend seit 14 Pflichtspielen ungeschlagen ist. Huub Stevens weiß um die Schwere der Aufgabe und unterstreicht gleichzeitig, dass die torhungrige Offensive der Hessen nur im Kollektiv verteidigt werden könne.

„Wir müssen die Frankfurter als Mannschaft aufhalten. Haben wir den Ball, müssen wir schnell nach vorne spielen, haben wir ihn nicht, müssen wir schnell als gesamte Mannschaft dahinterkommen. Das muss immer die Basis sein“, erklärt der Chef-Trainer. „Wenn die Basis stimmt und wir Fehler vermeiden, haben wir eine gute Chance.“

Aus Fehlern lernen

Das Vermeiden von Fehlern gelang am Mittwoch (3.4.) im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen Werder Bremen nicht über 90 Minuten. „Eine gute Mannschaft bestraft dich dafür sofort“, blickt Stevens zurück und fügt hinzu: „Ich hoffe, wir lernen daraus und wiederholen diese Fehler nicht.“

Solange du selbst gewinnst, wird der Druck kleiner. Aber wenn du verlierst, steigt er.

Huub Stevens

Der Niederländer gibt zu, dass die 0:2-Niederlage gegen Bremen noch immer an der Mannschaft nage. „Aber nicht nur die Spieler waren enttäuscht, auch ich. Wir haben teilweise gut gespielt. Daher ist es enttäuschend, dass wir uns nicht belohnt haben“, meint Stevens. Trotzdem bringe es nichts, dem Ausscheiden hinterherzutrauern. Wichtig seien die kommenden Aufgaben in der Bundesliga.

Durch den 1:0-Sieg in Hannover am vergangenen Spieltag konnte Königsblau den Abstand auf den Relegationsplatz auf sechs Punkte vergrößern, trotzdem sei die Lage bei noch sieben bevorstehenden Begegnungen bis zum Saisonende weiterhin angespannt. „Der Druck bleibt bestehen“, sagt der Coach. „Solange du selbst gewinnst, wird er kleiner. Aber wenn du verlierst, steigt der Druck.“ Wichtig sei in der aktuellen Situation, zunächst einmal die eigenen sportlichen Aufgaben positiv zu bewältigen. Erst der zweite Blick gehöre den Resultaten der Konkurrenz.

Uth fällt aus, Caligiuri vor Comeback

Bei seinen Planungen für den Kader und auch die Startelf gegen Frankfurt muss Stevens noch das Abschlusstraining abwarten, da es noch das eine oder andere Fragezeichen gibt. „Ralf Fährmann hat an den vergangenen Tagen wieder mittrainiert. Es sieht gut aus“, beschreibt der Chef-Trainer die Situation des Torhüters, der zuletzt wegen eines Muskelfaserisses im Adduktorenbereich nicht zur Verfügung stand. Anders verhält es sich bei Mark Uth. Der deutsche Nationalspieler hat im Pokalspiel gegen Bremen eine Adduktorenverletzung erlitten, die womöglich das Saisonaus für den Angreifer bedeuten könnte. „Danach sieht es momentan aus“, erklärt Stevens. Weiterhin fehlen wird auch Alessandro Schöpf (Außenband- und Kapselverletzung im Knie).

Besser sieht es bei Weston McKennie aus. Der US-Amerikaner hatte sich vor zwei Wochen im Länderspiel gegen Ecuador eine Außenbandverletzung zugezogen, konnte zuletzt aber bereits wieder Teile des Mannschaftstrainings absolvieren. „Anfangs hatte er Schmerzen, später nicht mehr. Das ist ein gutes Zeichen“, so Stevens. Amine Harit und Daniel Caligiuri konnten nach ihren Verletzungen sogar komplett trainieren. Während Stevens bei Harit noch Zweifel hat, ob dieser schon wieder bereit für einen Kaderplatz sei, könne Caligiuri gegen die Eintracht wieder eine Option werden.

Nicht zum Aufgebot gegen die Hessen zählt Nabil Bentaleb, der nach einer disziplinarischen Verfehlung momentan am Training der U23 teilnimmt. Der Algerier sende allerdings positive Signale, berichtet Schalkes Chef-Trainer. „Und die nehme ich wahr. Jeder bekommt eine zweite Chance“, sagt Stevens. Auch Hamza Mendyl trainiert seit wenigen Tagen aus disziplinarischen Maßnahmen mit der U23. „Aber auch er bekommt eine zweite Chance, wenn er die Tür wieder öffnet.“

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