Kämpfer mit feinem Fuß - Daniel Caligiuri kann schlecht verlieren

Dass die Knappen am Freitag (9.3.) zum Auftakt des 26. Spieltages in Mainz vorgelegt haben und damit entspannt verfolgen können, was die Konkurrenz um die internationalen Startplätze am Wochenende macht, haben sie einem Traumtor von Daniel Caligiuri zu verdanken. Den Treffer des Mittelfeldmanns bezeichnet Domenico Tedesco als „sensationell“.

Nach dem Spiel gab sich der Siegtorschütze aber bescheiden. „Ich möchte eigentlich gar nicht so viel über mein Tor sprechen“, sagt er. Dann führt Caligiuri auf Nachfrage aber doch kurz aus: „Ich hatte schon in der ersten Halbzeit zwei gute Schusschancen. In der Pause habe ich mir geschworen, es weiter zu versuchen. In der 55. Minute habe ich gesehen, dass der Torhüter etwas zu weit links steht. Das habe ich ausgenutzt.“ Dass er zuvor ein starkes Solo hingelegt hatte und gleich mehrere Gegenspieler links liegen ließ, erklärt er nur in einem Nebensatz.

Tedesco: Calli hat einen riesengroßen Ehrgeiz

Viel wichtiger ist dem Mittelfeldmann, „dass wir erneut gewonnen haben. Der Erfolg war eine Mannschaftsleistung.“ Die drei Punkte in der Opel Arena seien über den Kampf zustande gekommen, meint Caliguiri. Und kämpfen, das beherrscht der Deutsch-Italiener, wie sein Trainer zu berichten weiß. „Calli hat einen riesengroßen Ehrgeiz und hasst es, wenn er verliert. Selbst im Training will er jedes Spiel gewinnen“, meint Tedesco und fügt lachend hinzu: „Manchmal versucht er sogar, Ergebnisse in seinem Sinne zu beeinflussen. Da wird aus einem 1:3-Rückstand seiner Mannschaft plötzlich ein 1:1!“

Du kannst nicht mit elf Künstlern bestehen.

Christian Heidel

Christian Heidel lobt den Torschützen ebenfalls. „Du kannst nicht mit elf Künstlern bestehen. Du brauchst solche Teamplayer wie Calli“, so der Sportvorstand. „Ich wollte ihn damals schon von Freiburg nach Mainz holen.“ Seinerzeit entschied sich Caligiuri aber für Wolfsburg, wenig später wechselte Heidel aus Rheinhessen ins Revier.

In Wolfsburg soll der nächste Sieg her

Im zweiten Anlauf klappte es dann mit einer Zusammenarbeit. „Für mich läuft es auf Schalke richtig gut“, freut sich Caligiuri. Nach seinem Geschmack soll es am Samstag (17.3.) an alter Wirkungsstätte so weitergehen. Die Aufgabe in Wolfsburg werde allerdings ähnlich schwer wie die in Mainz, ahnt er. „Da müssen wir wieder alles raushauen!“ Und wer weiß, vielleicht haut Caligiuri ja wieder einen rein, denn „das Tor war definitiv kein Zufall. Er kann diese Dinger einfach“, erklärt Leon Goretzka.

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