Nichts Halbes und nichts Ganzes

Beim Schlusspfiff am Samstag (16.2.) mussten die Königsblauen mit dem 0:0-Unentschieden gegen den SC Freiburg zufrieden sein. „Wenn du mehr als eine Hälfte in Unterzahl spielst, musst du einen Punkt akzeptieren“, sagt Matija Nastasic, der sich im Vorfeld der Partie ebenso wie seine Mitspieler mehr als nur ein Remis vorgenommen hatte.

„Das Unentschieden ist irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes. Wir wollten unbedingt gewinnen“, meint Mark Uth. Aber auch der deutsche Nationalspieler unterstreicht, dass man aufgrund des Spielverlaufs mit der torlosen Punkteteilung leben müsse. Gleichzeitig ist sich der Offensivmann aber auch sicher, dass die Knappen ohne die Rote Karte gegen Suat Serdar in der 42. Minute gewonnen hätten. „Das ist jetzt natürlich Spekulation“, gibt Uth zu. „Aber mit ein bisschen Geduld hätten wir mit großer Wahrscheinlichkeit im zweiten Durchgang einen Treffer erzielt.“

Keine klaren Chancen herausgespielt

Denn vor dem Seitenwechsel war Schalke die bessere Mannschaft. Gegen tief stehende Freiburger gelang es zwar nicht, wirklich zwingende Möglichkeiten herauszuspielen. Gleichwohl gab die Mannschaft von Domenico Tedesco weitestgehend den Takt vor. „Für unsere Offensivspieler war es aber extrem schwierig, da Freiburg sehr tief stand“, erklärt Nastasic. Und auch Uth analysiert treffend: „Wir hatten viel Ballbesitz. Aber wir haben es versäumt, uns klare Chancen herauszuspielen.“

Wenn du mehr als eine Hälfte in Unterzahl spielst, musst du einen Punkt akzeptieren.

Matija Nastasic

Aber auch dem Sport-Club wollte an diesem Nachmittag kein Treffer gelingen. „Es war insgesamt ein kniffliges Spiel“, meint Nastasic, der trotz Unterzahl gemeinsam mit seinen Mitspielern offensiv verteidigte. „Gegen Borussia Mönchengladbach vor zwei Wochen haben wir es nach der Roten Karte nicht gut gemacht“, erinnert sich Bastian Oczipka an die 0:2-Niederlage gegen die Fohlen. „Dieses Mal haben wir den Gegner weiter von unserem Tor weggehalten.“ Dies sei gar nicht so einfach gewesen, berichtet Uth. „Man muss viel laufen, die Räume anders zumachen. Es ist definitiv etwas anderes als elf gegen elf“, so der 27-Jährige.

Burgstaller feiert Comeback

Glücklichster Knappe nach dem Schlusspfiff dürfte trotz des nicht zufriedenstellen Resultats Guido Burgstaller gewesen sein. Der Österreicher wurde in der Schlussphase eingewechselt und feierte damit nach mehr als zweimonatiger Verletzungspause sein Comeback. „Ich fühle mich gut, habe keine Schmerzen“, sagt der Angreifer. „Allerdings muss ich nach der langen Pause natürlich noch etwas den Rückstand aufholen, meinen Rhythmus wiederfinden.“

Vielleicht kommt Burgstaller am Mittwoch (20.2.) in der Champions League gegen Manchester City erneut zu einem Einsatz. „Von der Form her gastiert eine der besten Mannschaften Europas bei uns“, weiß er. „Aber wir werden uns voll dagegenstemmen und nicht schon vorher die weiße Fahne hissen.“ Nastasic teilt diese Meinung. „Ich habe großen Respekt vor Manchester, aber definitiv keine Angst“, erklärt der Innenverteidiger, der vor seinem Wechsel ins Revier selbst für die Citizens am Ball war. Dann unterstreicht er abschließend: „Wir als Mannschaft haben hart dafür gearbeitet, solche Partien in der Königsklasse spielen zu dürfen. Jetzt sollten wir das Spiel genießen und alles raushauen!“

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