Ozan Kabak: Jede Partie macht mich erfahrener und stärker

Mit reichlich Rückenwind ist Ozan Kabak von den Länderspielen mit der türkischen Nationalmannschaft zurückgekehrt. Dank eines 0:0-Unentschiedens gegen Island hatte die Mannschaft von Trainer Senol Günes die EM-Qualifikation klargemacht. Kabak selbst feierte kurz darauf beim 2:0-Erfolg in Andorra – genauso wie Ahmed Kutucu – seine Länderspielpremiere.

Ozan Kabak

„Ich bin sehr glücklich, dass ich zu meinem Debüt für die türkische A-Nationalmannschaft gekommen bin und wir uns für die EM 2020 qualifiziert haben“, sagt der Innenverteidiger, der im Match gegen Andorra eine abgeklärte Leistung in der Abwehrzentrale zeigte. Nun hofft er, dass die Türkei bei der Europameisterschaft im kommenden Jahr eine gute Rolle einnehmen wird.

Kabak ist sich sicher, dass er durch seinen ersten Einsatz für die A-Nationalmannschaft noch einmal einen Schub bekommen wird. „Ich habe dadurch weitere Spielpraxis sammeln können – und jede Partie macht mich noch erfahrener und stärker“, weiß der Abwehrmann, der sich sowohl im Verein als auch in der Nationalmannschaft weiterentwickeln möchte.

Gemeinsames Länderspieldebüt mit Kutucu

Dass er gemeinsam mit seinem Teamkollegen Ahmed Kutucu sein Debüt feiern konnte, sei besonders erfreulich gewesen, betont Kabak. „Es ist eine tolle Geschichte, dass Ahmed von der U21 ins A-Nationalteam berufen wurde und direkt von Beginn an spielen durfte“, sagt der 19-Jährige über seinen guten Freund. „Wir verstehen uns sehr gut, waren bereits häufiger gemeinsam unterwegs und unterstützen uns sowohl auf als auch neben dem Platz“, fährt Kabak fort.

Auf Schalke gehört Kabak seit mehreren Spielen zum Stammpersonal. „Es war nicht einfach, in die Startelf zu kommen, da die Mannschaft sehr gut gespielt hat“, erklärt der Verteidiger, der sich in der Vorbereitung eine Fußverletzung zugezogen hatte und zu Saisonbeginn ausfiel. „Als ich meine Chance erhalten und zudem noch getroffen habe, hat mich das sehr glücklich gemacht“, betont Kabak, der nach den Verletzungen von Benjamin Stambouli und Salif Sané sowie der Achillessehnenbeschwerden von Matija Nastasic zeitweise der einzige gelernte Innenverteidiger im Team war.

Als ich meine Chance erhalten und zudem noch getroffen habe, hat mich das sehr glücklich gemacht.

Ozan Kabak

Dieser Umstand hat sich in dieser Woche durch die Rückkehr von Nastasic ins Mannschafstraining geändert – zur Freude von Kabak. „Matija ist ein sehr guter und erfahrener Abwehrspieler. Ich hoffe, dass ich von seiner Erfahrung noch weiter profitieren kann“, sagt der 19-Jährige über seinen sieben Jahre älteren Teamkollegen.

Mit Selbstvertrauen nach Bremen

Mit der Entwicklung der Mannschaft zeigt sich Kabak sehr zufrieden. Das Ziel sei es, so viele Spiele wie möglich zu gewinnen und weiterhin oben mitzumischen. Den kommenden Gegner Werder Bremen bezeichnet er als „physisch starke Mannschaft“, glaubt aber fest daran, „dass wir mit drei Punkten zurück nach Gelsenkirchen kommen werden“. Dass Bremen zuletzt sieben Bundesligaspiele in Serie nicht gewann, sei kein Vorteil für die Knappen, sagt der Abwehrspieler. Kabak: „Sie werden sehr aggressiv in die Partie gehen. Wir müssen unser Bestes geben, um das Spiel zu gewinnen.“

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