Ralf Fährmann: Alle Schalker hätten anderen Abschluss verdient gehabt

Trotz größerer Spielanteile haben die Knappen ihr Heimspiel gegen Bayer Leverkusen am Mittwoch (19.12.) mit 1:2 verloren. Die Königsblauen ärgerten sich über die unnötige Niederlage – an einem Abend, an dem der Kumpel- und Malocherclub seine Fans umso mehr mit einem Sieg beschenken wollte. schalke04.de hat die Aussagen zum Spiel notiert.

Ralf Fährmann

Domenico Tedesco:

Zu diesem wunderschönen, emotionalen Rahmen wollten wir ein passendes Spiel abliefern. Das ist uns im ersten Durchgang nicht gelungen. Es war ein verschlafendes Spiel und folgerichtig lagen wir mit 0:2 zurück. Bis zur Chance von Dominik Kohr war das Spiel von uns okay, aber auch nicht überragend. Wir haben eine gute Zirkulation gehabt, aber die Bälle vorne nicht festgemacht und hatten ein paar Schlampigkeiten dabei, bei denen wir die Bälle verloren haben. Im zweiten Durchgang haben wir eine gute Power auf den Platz gebracht. Wir haben das Spiel gut kontrolliert, auch die Kontersicherung war bis zum Schluss sehr gut. Das Ergebnis ist aus meiner Sicht nicht ganz okay, aber wir müssen es akzeptieren. Ich bin wegen der aktuellen Lage auch besorgt, wir wissen um die Situation. Wir haben nicht mit dem Kopf durch die Wand gespielt und versucht, die Dinge fußballerisch zu lösen. Solange die Jungs so spielen und die Mannschaft alles reinhaut, stelle ich mich immer vor sie.

Heiko Herrlich:

In den ersten 20 Minuten war wenig Tempo bei meiner Mannschaft im Spiel. Dann bekommen wir aus dem Nichts eine Großchance von Dominik Kohr, die wir leichtfertig verschenkt haben. Das Tor durch Aleksandar Dragovic hat befreiend gewirkt, danach haben wir vermehrt das Heft in die Hand genommen. Das 2:0 war gegen eine geordnete Abwehr super herausgespielt mit einer guten Einzelleistung am Ende von Lucas Alario. Danach haben wir das Spiel eigentlich gut kontrolliert. Wir wussten, dass Schalke aus der Halbzeitpause stark herauskommen und es eine schwere Aufgabe für uns wird. Wir haben zu schnell die Bälle verloren und keinen Druck mehr auf den Ball bekommen. In zwei Situationen hatten wir Glück, dass nicht der Ausgleich gefallen ist.

Ralf Fährmann:

Das Gegentor zum 0:2 tut mir wahnsinnig leid, die Situation habe ich einfach nicht gut gelöst. Alle Schalker hier im Stadion hätten einen anderen Abschluss verdient, angefangen von den Bergmännern bis zu den Fans und der gesamten Mannschaft. Wir müssen es in den nächsten Spielen einfach besser machen. Im vergangenen Jahr waren wir brutal effizient, dieses Jahr ist es umgekehrt – es ist total verhext in dieser Saison. Ich verstehe auch, dass die Fans gefrustet sind, denn wir sind ein Verein mit anderen Ansprüchen. Wir befinden uns in einem Negativstrudel, deswegen glaube ich, dass uns die Winterpause guttut. Jetzt steht noch das Spiel in Stuttgart an, in dem wir wieder alles geben werden.

Benjamin Stambouli:

Es war heute nicht einfach gegen eine gute Leverkusener Mannschaft. Ich hoffe, dass wir in der Rückrunde wieder nach oben klettern werden. Wir haben gekämpft, aber im Fußball brauchst du auch mal dieses Quäntchen Glück – und das fehlt uns momentan. Aber das soll keine Ausrede sein. Wir sind ein Malocherverein und müssen weiter hart arbeiten. Ich gucke nicht auf die Tabelle und ich weiß um unsere Qualität.

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