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RB Leipzig: Neue Impulse, alte Auswärtssorgen
Mit Trainer Martín Demichelis und Rückkehrer Christopher Nkunku will RB Leipzig in dieser Spielzeit wieder ganz oben angreifen. Doch vor dem Gastspiel bei den Knappen am Samstag (31.10.) zeigen sich die Sachsen vor allem auswärts anfällig. Auch der Pokalabend in Essen offenbarte Schwächen.
Vier Siege aus sieben Bundesliga-Spielen, zwölf Punkte und ein Torverhältnis von 20:11 – RB Leipzig verfügt über reichlich Offensivpotenzial, an der nötigen Konstanz mangelt es aber bislang. Den deutlichen Erfolgen gegen Eintracht Frankfurt (6:0), den Hamburger SV (5:0) und die SV Elversberg (4:0) stehen Niederlagen gegen Werder Bremen (1:3), Bayer Leverkusen (0:2) und das empfindliche 1:6 im Spitzenspiel beim FC Bayern München gegenüber. Kurios: Während es daheim läuft, sind die Leipziger auswärts noch ohne Punktgewinn.
Neuer Trainer, vertrautes Gesicht
Seit dem Sommer steht Martín Demichelis an der Seitenlinie. Der Argentinier, der als Spieler unter anderem mit dem FC Bayern München zahlreiche Titel gewann, soll RB mit intensivem, offensiv ausgerichtetem Fußball nachhaltig zurück in die Spitzengruppe führen. Vergangene Saison nahm der Club erstmals seit neun Jahren nicht an einem europäischen Wettbewerb teil. Erste Ergebnisse unter dem ehemaligen Defensivspezialisten zeigen, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Die deutlichen Niederlagen veranschaulichen allerdings ebenso, dass der neue Trainer noch an der nötigen Stabilität arbeiten muss.
Besonders im Fokus steht ein alter Bekannter: Christopher Nkunku. Der 28-Jährige kehrte im Sommer auf Leihbasis von der AC Mailand nach Leipzig zurück, wo er zwischen 2019 und 2023 zu den herausragenden Offensivspielern der Bundesliga gereift war. Mit 70 Toren und 56 Vorlagen in 172 Pflichtspielen hinterließ der Franzose bleibenden Eindruck. Seine Vielseitigkeit und technische Klasse sollen der Leipziger Offensive zusätzliche Möglichkeiten eröffnen. Nach Adduktorenproblemen könnte Nkunku nun in den Kader zurückkehren.
Pokal-Krimi als Warnsignal
Am Dienstag (27.10.) entging Leipzig im DFB-Pokal nur knapp einer Überraschung. Beim Drittligisten Rot-Weiss Essen geriet der Favorit durch Lucas Brumme früh in Rückstand. Kurz vor der Pause sah Nicolas Seiwald die Gelb-Rote Karte, sodass RB die gesamte zweite Hälfte in Unterzahl bestreiten musste. Christoph Baumgartner rettete die Sachsen schließlich mit zwei Treffern in der 78. und 82. Minute und sorgte für den 2:1-Erfolg. Der späte Sieg bewies Moral und individuelle Klasse, offenbarte aber auch erhebliche Probleme gegen einen mutigen Gegner.