Rekord ist Nebensache - Knappen einfach hungrig auf Siege

Sechs Siege hintereinander in der Bundesliga konnten die Knappen bislang erst zweimal in ihrer Vereinsgeschichte feiern. Dank des Erfolges gegen den SC Freiburg hat die Mannschaft von Chef-Trainer Domenico Tedesco die Bestmarken aus den Spielzeiten 2004/2005 sowie 2006/2007 eingestellt. Sollte auch die kommende Partie in Hamburg erfolgreich gestaltet werden, wäre dies ein neuer Vereinsrekord.

„Für einen Rekord bekommst du aber keine Medaille, keinen Pokal und auch kein Geld“, sagt Christian Heidel. „Deshalb können wir uns für diese Serie leider nichts kaufen.“ Dennoch unterstreicht er, dass in Hamburg der nächste Dreier eingeheimst werden soll. „Dabei ist unsere Herangehensweise aber nicht, dass wir den Rekord brechen wollen. Wir möchten aus 52 Punkten 55 Zähler machen“, so der Sportvorstand.

Diese Meinung teilt Leon Goretzka. „Wir sollten nicht zu viel feiern und über die Serie sprechen, sondern zusehen, dass wir weiter hart arbeiten“, betont der deutsche Nationalspieler. „Denn noch haben wir nichts erreicht.“ Dass das Duell mit dem SC Freiburg erfolgreich gestaltet werden konnte, sei abermals ein hartes Stück Arbeit gewesen, meint der Mittelfeldmann. „Gegen Freiburg waren es schon in der Vergangenheit immer schwierige Spiele“, erinnert sich Goretzka. „Unser Trainer hat uns aber super auf den Gegner eingestellt und betont, dass wir geduldig sein müssen. Das ist am Ende auch eingetroffen.“

Für einen Rekord bekommst du keine Medaille, keinen Pokal und auch kein Geld.

Christian Heidel

Den Grundstein zum Erfolg legte Daniel Caligiuri mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 63. Minute. „Vor dem Strafstoß haben wir spontan auf dem Platz entschieden, dass ich antreten werde“, berichtet der Torschütze. „In Leverkusen habe ich Nabil Bentaleb den Vortritt gelassen, heute war ich dran. Am Ende ist einfach nur wichtig, dass der Ball drin war.“ Den Deckel drauf machte Guido Burgstaller mit seinem neunten Saisontor (73.). „Über 90 Minuten gesehen sind wir der verdiente Sieger, weil wir mehr Chancen hatten“, sagt der Österreicher.

Zudem stand am Ende wieder einmal hinten die Null – und das zum fünften Mal hintereinander. Dies ist eine neue königsblaue Bestmarke im deutschen Oberhaus. Die weißen Westen zuletzt seien kein Zufall, betont Heidel. „Wenn man Revue passieren lässt, wie viele Chancen unsere Gegner in den vergangenen Partien hatten, kommen nicht viele Möglichkeiten zusammen. Gegen Freiburg hatten wir einmal Glück, als der Ball an den Pfosten geklatscht ist. Aber ansonsten stehen wir defensiv einfach sehr stabil“, lobt der 54-Jährige. Fortsetzung in Hamburg erwünscht!

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