Rodrigo Zalazar hat 04 königsblaue Vorgänger

Er war derjenige, der am 7. Mai 2022 gegen den FC St. Pauli das letzte Schalker Heimtor der Saison in der Zweiten Bundesliga erzielt hatte – gleichbedeutend mit dem feststehenden Aufstieg. Folgerichtig schloss sich am Samstag (13.8.) der Kreis, als Rodrigo Zalazar gegen Borussia Mönchengladbach auch den ersten Treffer der neuen Bundesliga-Spielzeit in der VELTINS-Arena markierte.

Zalazars Tor in der 29. Minute war die Belohnung für eine schwungvolle Anfangsphase der Königsblauen, die von ihrem Anhang lautstark angetrieben wurden. Vielleicht auch beflügelt von seinem 23. Geburtstag am Vortag des Spiels war der Mittelfeldmann an zahlreichen Schalker Offensivaktionen beteiligt. Nach neun Minuten rauschte sein Schuss knapp über den Kasten der Gäste.

Situation erkannt und ausgenutzt

Sein Torjubel war jedoch nur aufgeschoben, denn zwanzig Minuten später schlug der Ball links unten im Gehäuse ein. Zuvor hatte Zalazar den Angriff aus der eigenen Hälfte selbst eingeleitet und die Kugel im Zusammenspiel mit Tobias Mohr durchs Mittelfeld geführt. „Mein erster Kontakt war gut. Ich habe den Raum und den freien Weg zum Tor gesehen. Das habe ich ausgenutzt“, beschreibt der Torschütze die Situation.

Es war das erste Bundesligator des Uruguayers, womit er zum siebten Torschützen seines Landes in der Bundesliga wurde. Bemerkenswert: Mit Gustavo Varela, Dario Rodriguez, Vicente Sanchez und Carlos Grossmüller trugen vier von Zalazars Vorgängern ebenfalls das königsblaue Trikot.

Es ist wichtig, dass wir körperlich auf einem Top-Niveau sind. Das braucht man, um in der Bundesliga bestehen zu können.

Rodrigo Zalazar

Zwei weitere Abschlüsse gingen auf das Konto von Zalazar: Ein abgefälschter Freistoß kurz vor und ein Versuch aus 19 Metern kurz nach der Pause fanden jedoch nicht den Weg ins Tor. Auch die Gladbacher übten in der intensiven Partie Druck aus. „Es war ein sehr schwieriges Spiel. Gladbach mag es, den Ball zu haben, zudem haben sie schnelle Spieler. Aber wir haben gut dagegengehalten“, so Zalazar.

Es sei wichtig, „dass wir körperlich auf einem Top-Niveau sind. Das braucht man, um in der Bundesliga bestehen zu können“, gibt Zalazar seine Einschätzung zu den Anforderungen in der Liga ab. „Das Tempo des Spiels und die Qualität der Spieler ist eine andere als in der Zweiten Bundesliga. Schon ein kleiner Fehler kann zu einem Gegentor führen. Es geht häufig hin und her.“

Erst weggeschaut, dann losgesprintet

Die beiden Treffer, mit denen die Gäste die Partie zu ihren Gunsten drehten, sah der 23-Jährige nach seiner Auswechslung in der 66. Minute gegen Florent Mollet von der Bank aus. Kurz vor dem Abpfiff war er aber nochmal mittendrin im Geschehen: Nach dem verwandelten Handelfmeter von Marius Bülter in der vierten Minute der Nachspielzeit zum 2:2-Endstand war Zalazar wie viele seiner Teamkollegen Teil der königsblauen Jubeltraube. „Ich war sehr nervös und konnte gar nicht hinsehen“, gibt er Einblicke in seine Gefühlswelt vor der Ausführung. „Aber ich war sicher, dass Marius ihn verwandelt. Er trainiert die Situation häufig unter der Woche. Deshalb haben wir alle an ihn geglaubt.“

Das Unentschieden war letztlich der Lohn für den Aufwand, den die Knappen am heißen Samstagabend in der VELTINS-Arena betrieben hatten. „Wir sind glücklich, dass wir den ersten Punkt geholt haben. Aber wir werden uns nicht ausruhen, sondern direkt weiterarbeiten. Denn wir schauen bereits auf das Spiel am Samstag“, sagt Zalazar, der mit der Mannschaft beim VfL Wolfsburg nun auch den ersten Saisonsieg in der Bundesliga einfahren möchte.

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