SC Freiburg: Tore garantiert, Gegentore garantiert

Der SC Freiburg hat mit einem Sieg in Wolfsburg aufhorchen lassen, für den Sport-Club war es der erste Dreier in dieser Bundesliga-Saison. Das größte Abwehrtalent wurde vor der Saison verkauft, das Geld in die Breite des Kaders investiert. Während die Offensive ihr Soll erfüllt, bereitet die Defensive noch Sorgen.

Nach einem schwachen Saisonstart mit lediglich einem Punkt aus drei Spielen hat der SC Freiburg am vergangenen Samstag das erste Ausrufezeichen der Saison gesetzt. Mit 3:1 gewann die Mannschaft von Trainer Christian Streich beim VfL Wolfsburg und holte den ersten Dreier in dieser noch jungen Bundesliga-Saison. „Vieles war einfach gut – und deswegen haben wir in Wolfsburg gewonnen“, resümierte Streich nach dem Sieg in Niedersachsen, der sich zudem über „eine sehr leidenschaftliche Leistung“ seiner Mannschaft freute.

Nach vier Spieltagen rangieren die Breisgauer auf dem 14. Tabellenplatz. Auffällig: Keine Mannschaft aus der zweiten Tabellenhälfte hat in dieser Saison häufiger getroffen als der Sport-Club (sieben Mal), aber auch kein Team in der Liga hat mehr Gegentore (neun) kassiert. Im Schnitt fallen in Partien mit Freiburger Beteiligung vier Treffer – Höchstwert in der Liga.

Kader in der Breite verstärkt

Auffälligster Spieler beim Sieg in Wolfsburg war Neuzugang Roland Sallai, der nach sieben Minuten zur Führung traf und in der 21. Minute den Elfmeter herausholte, den Schütze Nils Petersen im Nachschuss verwandelte. Sallai verletzte sich allerdings wenige Minuten vor dem Halbzeitpfiff und musste verletzt ausgewechselt werden. In der Offensive läuft es also rund beim Sport-Club, nur die Defensive wackelt. Und die Probleme in diesem Mannschaftsteil kommen keineswegs überraschend. Mit Caglar Söyüncü wurde das vielversprechendste Abwehrtalent in Reihen der Badener für eine vereinsinterne Rekordsumme von mehr als 20 Millionen Euro an Leicester City verkauft. Das eingenommene Geld wurde in die Breite investiert, neben Sallai kamen mit Luca Waldschmidt, Dominique Heintz und Jerome Gondorf Spieler für niedrige einstellige Millionenbeträge in den Breisgau.

Das sind die Früchte, die man erntet, wenn man hart arbeitet

Mike Frantz

Allmählich scheint sich die Mannschaft von Trainer Streich aber zu finden, der Sieg in Wolfsburg war das Resultat einer positiven Entwicklung der vergangenen Wochen. Nach einem mühsamen Sieg im Elfmeterschießen bei Drittligist Energie Cottbus in der ersten Runde des DFB-Pokals folgten zwei Niederlagen gegen Frankfurt und in Hoffenheim sowie ein Remis gegen Stuttgart. Bereits in den ersten drei Bundesliga-Spielen hätten die Freiburger mit etwas Glück drei Punkte einfahren können. Umso erleichterter war Kapitän Mike Frantz nach dem Sieg in Wolfsburg. „Das sind die Früchte, die man erntet, wenn man hart arbeitet“, sagte der 31-Jährige. „Ich freue mich in erster Linie darüber, dass wir uns endlich mal belohnt haben.“

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