Steven Skrzybski: Ein überragender Tag

Domenico Tedesco strahlte nach dem 5:2-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg. Sein Kollege Michael Köllner war hingegen enttäuscht, hatte er sich doch mehr ausgerechnet. Glücklichster Knappe war wohl Steven Skrzybski, der bei seinem ersten Startelf-Einsatz gleich doppelt traf. Auch Guido Burgstaller war unter den Torschützen – und das ausgerechnet gegen seinen Ex-Club. Beide Offensivkräfte äußerten sich ebenfalls zum Spiel. schalke04.de hat die Aussagen des Quartetts notiert.

Domenico Tedesco:

Wir sind sehr glücklich über den Sieg, der sehr wichtig war und den wir uns hart erarbeitet haben. Es war ein sehr zerfahrenes Spiel. Wir haben schlichtweg schlecht verteidigt. Die Kontersicherung im ersten Durchgang war nicht gut, die Restverteidigung war zu tief. Deswegen hätte es zur Halbzeit auch anders stehen können. Im zweiten Durchgang hatten wir einen Tick mehr Stabilität und sind besser in die Zweikämpfe gekommen. So konnten wir uns durch Ballgewinne einige Chancen erarbeiten. Diese haben wir genutzt und deshalb am Ende verdient gewonnen.

Wir freuen uns über die fünf Tore, vor allem über den Doppelpack von Steven Skrzybski, der immer wieder Gas gibt im Training und ein super Typ ist. Er hat eine gute Mentalität und macht viele tiefe Laufwege. Es gibt viele positive Dinge heute. Aber wir reden nicht alles schön, denn man findet immer etwas zu verbessern.

Michael Köllner:

Wir sind natürlich richtig enttäuscht. Bis kurz vor Schluss war es ein Spiel, in dem beide etwas Zählbares hätten mitnehmen können. Wir haben es gleich zu Beginn in mehreren guten Kontersituationen verpasst, mit 1:0 in Führung zu gehen. Nach den beiden Gegentoren hat die Mannschaft im eigenen Ballbesitz trotzdem sehr gut weitergespielt. Das Anschlusstor war die Belohnung dafür. In der zweiten Halbzeit waren wir weiterhin gut im Spiel. Aber mit zehn Mann wird es schwer, auf Schalke etwas zu holen. Aus neutraler Sicht war es ein packendes und intensives Spiel. Die Fans haben es zu einem Riesen-Fest gemacht, das Seinesgleichen sucht – das war von beiden Seiten top. Danke an alle, die dem Spiel diesen Rahmen gegeben haben.

Steven Skrzybski:

Es war ein überragender Tag. Ich bin total glücklich, weil wir gewonnen haben. Die drei Punkte waren in unserer aktuellen Situation enorm wichtig. Dass mir dabei gleich zwei Tore gelungen sind, ist das Sahnehäubchen. Der Trainer hat mir das Vertrauen geschenkt – das wollte ich zurückzahlen. Den Moment nach dem 1:0 habe ich einfach genossen. Ich bin nicht der Typ, der gerne im Mittelpunkt steht. Deshalb war ich froh, dass direkt alle Jungs da waren und wir zusammen vor der Nordkurve jubeln konnten. Es gibt trotz der beiden Treffer aber auch Dinge, die ich noch verbessern kann. Ich werde weiter hart an mir arbeiten, damit das Ganze keine Eintagsfliege bleibt.

Guido Burgstaller:

Fünf Tore in einem Spiel – das tut gut und gibt uns ganz sicher Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben. Das Zusammenspiel mit Steven Skrzybski hat super geklappt. Insgesamt hat es bei uns als Mannschaft sehr gut funktioniert. Bei meinem Treffer habe ich nicht richtig gejubelt. Erstens, weil ich erst einmal abwarten wollte, ob der Schiedsrichter vielleicht noch Abseits anzeigt. Und außerdem ist der 1. FC Nürnberg mein Ex-Club. Ich hatte dort eine wunderschöne Zeit. Da wäre es respektlos gegenüber den Fans gewesen, ausgiebig zu feiern. Unser Sieg ist absolut verdient. Durch die unnötigen Gegentore haben wir es zwischenzeitlich aber noch einmal spannend gemacht.

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